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Mobilitätsmesse "eMove 360°"

Flottenforum gibt Impulse

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Auf der Mobiltätsmesse "eMove 360°" wurden auch zahlreiche Fuhrpark-Themen diskutiert.
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Dienstwagen, elektrifzierte Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur – auf der Mobiltätsmesse "eMove 360°" wurden auch fuhrparkrelevante Themen diskutiert.

Von Rocco Swantusch/Autoflotte

Wenn alles in Bewegung ist, hilft kurzes Verweilen. Diese Zeit nahmen sich die Teilnehmer des Flottenforums auf der "eMove 360°" im Oktober in den Münchner Messehallen. Die vierte Auflage der Fachmesse für Mobilität – die aktuell einen Ableger in Seoul gestartet hat – freute sich über mehr als 10.000 Besucher. Darunter waren auch Interessierte an Fuhrparkthemen, die sich zur zweistündigen Session zusammenfanden.

Dass sich trotz ambitionierter Klimaziele auch im urbanen Umfeld die Liebe zum Dienstwagen nicht vollends auflöst, belegte Roland Vogt mit einem Ausblick auf seine Studie "Die Position der Elektromobilität im Firmenwagenbereich" (mehr dazu in der Januar-Ausgabe der Autoflotte). Was den eigenen Firmenwagen dann antreibt, klärte die Meinungserhebung nicht.

Dass es aber vermehrt ein Strom-Akku-Pack sein könnte, liegt auf der Hand. Dass dieser dann kontinuierlich geladen werden muss, ist ebenso logisch. Hier ist aber weniger eine "fancy Lösung gefragt, sondern eine, die funktioniert", mahnte Karl Kolmsee, Director Product Domain Charging bei Webasto. Die Gesamtkosten für die Infrastruktur werden laut dem Manager kaum wirklich berechnet. Vielmehr werde nach einer möglichst individuellen – und damit oft auch anfälligen und teuren – Ladelösung Ausschau gehalten. Wie simpel und gleichzeitig smart es gehen kann, zeigte Kolmsee anhand der eigenen Lösung, die auch die Experten-Jury überzeugte. So gewann die Wallbox "Webasto Live" in der Kategorie "Charging & Energy" den diesjährigen Award der Messe.

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Ein Preisgeld lobte auch Andrew Han aus. Der ehemalige New-Motion-Manager leitet mittlerweile den Vertrieb bei ChargeForce, einem Tochterunternehmen des Nachhaltigkeits-Investors Cut Power. Für die Lösung einer Denksportaufgabe, die den auch auf der Messe omnipräsenten CO2-Wert visualisieren sollte, verdiente sich einer der Teilnehmer einen kleinen finanziellen Bonus. Diesen könnte er nun umgehend zum Beispiel für den Ausbau einer eigenen Wallbox zu Hause ausgeben. Was laut Han vor allem dann schwierig wird, wenn eine Wohngemeinschaft involviert ist. Das allerdings sei sein tägliches Brot, beim Aufbau der heimischen und halböffentlichen Ladeinfrastruktur. Dennoch wirbt der Manager damit, dass der eigene Ladepunkt so einfach zu ordern und zu installieren sein muss, wie eine heutige neue DSL-Leitung.

Heimische Wallbox ist die Königsdisziplin

Das würde auch Robin Geisler unterschreiben. Der Geschäftsführer von "eeMobility" würde dies allerdings um den Halbsatz ergänzen: eine DSL-Leitung für zu Hause. Denn für den Flottendienstleister, der beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität hilft, ist die heimische Wallbox die Königsdisziplin – auch wenn gerade vor allem die öffentliche Ladeinfrastruktur massiv gefördert werden soll. Den Plug-in-Hybriden sieht Geisler als möglichen Startpunkt für das Changemanagement. Sodass die Nutzer langsam ans ständige Laden herangeführt werden, und die Ladeinfrastruktur schrittweise aufgebaut werden kann. Seinen Prognosen nach könnten bis 2025 rund 30 Prozent der Fahrzeugnutzer dann elektrisch unterwegs sein. Heere Ziele, die sich im Moment allerdings eher "nach Verweilen" als nach "in Bewegung" anfühlen.

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