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Neuer Crossover

Weltpremiere für Kia Stonic

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Kia erwartet in Europa einen massiven Anstieg im Segment der kleinen SUV/CUV. Der Stonic soll hier kräftig mitmischen.
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Mit dem neuen Stonic bugsiert Kia ein weiteres SUV in seine Modellpalette, um den Kunden-Hunger nach diesem Segment zu stillen. Wieder machen die Koreaner vieles richtig, angefangen beim Verzicht auf teuren Allradantrieb bis hin zum gelungenen Design.

Von Patrick Broich/sp-x

Als das Tuch des neuen, noch verhüllten Kia Stonic fällt, ist man im Grunde nicht überrascht. Dass die Koreaner Autos mit coolem Design und schick gestalteten Innenräumen inklusive solider Verarbeitung hinbekommen, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Trotzdem beeindruckend, wie ein Auto nach dem anderen aus der Feder des Designteams um Kreativ-Chef Peter Schreyer gelingt. Mit 4,14 Metern ist der Kia Stonic eine Art großer SUV-Kleinwagen, daher wird aus rein ökologischer und fahrdynamischer Hinsicht der Standard-Segmentvertreter Rio alleine aufgrund seiner sieben Zentimeter flacheren Dachlinie (der Stonic misst hier 1,52 Meter) die bessere Figur abgeben. Aber die aktuelle Auto-Mode diktiert eben SUV. Und da die Marktprognosen eine Verdopplung des Segments von jetzt knapp über einer Million auf zwei Millionen Einheiten bis 2020 voraussagen, könnte der Stonic eine solide Gewinnstütze für den Konzern werden.

Schon auf den ersten Blick fällt die Lifestyle-Ausrichtung des Fahrzeugs ins Auge: Mehr als 20 Bicolor-Kombinationen mit farblich abgesetztem Dach sind möglich. Flippige Töne wie Gelb oder Orange verleihen dem ausschließlich als Fronttriebler lieferbaren Kia ein ausdrucksstarkes Äußeres. Dagegen sind die Triebwerke ein Kontrastprogramm. Die Motorleistung startet mit bodenständigen 62 kW / 84 PS beziehungsweise 73 kW / 99 PS aus zwei verschiedenen Saugbenzinern mit 1,2 respektive 1,4 Litern Hubraum und endet mit einem 81 kW / 110 PS starken und 1,6 Liter großen Diesel sowie dem neuen Einliter-Turbobenziner mit 88 kW / 120 PS. Damit produziert der Koreaner gemittelte NEFZ-Verbräuche von 4,2 (Diesel) bis 5,5 Litern (1,4-Otto). Durch die Leitungen des Turbobenziners sollen durchschnittlich fünf Liter je 100 km/h fließen.

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Ein kurzer Blick in den Innenraum lässt den Stonic verdächtig nach Rio aussehen. In der Tat hatten die Außendesigner wohl mehr Arbeit als die Innenarchitekten, denn Tacho und Mittelkonsole sind tatsächlich Zwillingsausgaben, was aber kein schlechtes Zeichen ist. Äußerlich setzt sich der Stonic dagegen sich klar erkennbar vom Rio ab.

In puncto Komfort und Technik zählen Enter- und Infotainment-Standards wie Android Auto und Apple CarPlay. Darüber hinaus gibt es Dinge wie schlüsselloses Schließsystem und Tempomat. Bei der Fahrerassistenz wird es je nach Ausstattung die autonome Notbremsung, Querverkehr- und Spurhalte-Warner sowie Totwinkel-Alarm geben. Die Praktiker unter den potenziellen Stonic-Interessenten sollten wissen, dass das Gepäckraumvolumen zwischen 352 und 1.155 Litern rangiert.

Über Preise will sich der Hersteller zwar noch ausschweigen, aber wer bereits wegen Nissan Juke, Opel Crossland X, Peugeot 2008, der Renault Captur oder dem gerade auch erst vorgestellte Schwestermodell Kona von Hyundai Infos eingeholt und ein entsprechendes Budget geplant hat, der könnte ab dem dritten Quartal dieses Jahres auch bei Kia fündig werden. Irgendwo bei 17.000 Euro netto werden die Preise starten. Nicht unwichtig: Die markenübliche Siebenjahres-Garantie (bis 150.000 Kilometer) ist auch beim jüngsten Kia-Spross gesetzt.

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