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PSA-Gruppe

Alle Nutzfahrzeuge werden elektrisch

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Die PSA-Modelle auf mittlerer Kleintransporterplattform werden elektrisch. Noch in diesem Jahr kommt deshalb der Opel Zafira Life in einer E-Version auf den Markt
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Der PSA-Konzern will seine Nfz-Flotte durchgehend elektrifizieren. Noch in diesem Jahr sollen die Vans mittlerer Größe als E-Versionen durchstarten. Die anderen Baureihen folgen 2021.

Der PSA-Konzern mit seinen Marken Opel/Vauxhall, Peugeot und Citroën will bis Ende 2021 alle Baureihen seiner Nutzfahrzeugpalette auch in rein elektrisch angetriebenen Varianten anbieten. Laut Xavier Peugeot, Vizepräsident der Kleintransportersparte, markieren in diesem Jahr die Derivate auf der Medium-Van-Plattform den Auftakt dieser Offensive. Modelle wie Peugeot E-Expert, Citroën E-Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro-E sowie die Pkw-Varianten werden ab Sommer in den europäischen Märkten eingeführt.

Deren Antriebstechnik ist bereits im Peugeot E-208 oder Opel Corsa-e im Einsatz. Der Synchronmotor mobilisiert 100 kW / 136 PS und 260 Newtonmeter, damit werden die E-Vans maximal 130 km/h schnell. Bei den Batterien können Kunden zwischen dem bereits von den Pkw-Modellen bekannten 50-kWh-Paket sowie einer größeren Variante mit 75 kWh und damit zwischen 230 und 330 Kilometer WLTP-Reichweite wählen. Diese Werte wurden bei halber Nutzlast ermittelt. Je 100 Kilogramm zusätzliche Nutzlast verringern die Reichweite um gut fünf Kilometer.

Nach Ansicht von PSA dürfte bereits die kleine Batterie den Anforderungen der meisten Kunden genügen, da diese täglich in überwiegender Zahl weniger als 200 Kilometer fahren. Dennoch geht man davon aus, dass sich rund 70 Prozent der Käufer für die große Batterie entscheiden werden.

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Serienmäßig sind die E-Transporter mit einem einphasigen Ladekabel mit 7,4 kW ausgestattet, ein dreiphasiges 11-kW-Ladekabel ist alternativ gegen Aufpreis verfügbar. Der kleine Akku kann an Schnellladern mit 100 kW in 30 Minuten bis 80 Prozent geladen werden, für die restlichen 20 Prozent werden weitere 30 Minuten benötigt. Beim großen Akkupaket dauert die 80-Prozent-Ladung 45 Minuten. Unabhängig von ihrer Größe garantiert PSA noch mindestes 70 Prozent der ursprünglichen Leistungskapazität auch nach achtjähriger Nutzungszeit und bis zu 160.000 Kilometer Laufleistung. Wer seinen E-Expert verkaufen will, kann sich vom Hersteller eine Bescheinigung über die aktuelle Leistungskapazität der Batterie ausstellen lassen.

Geringere Zuladung und Anhängelast

Bei den E-Vans können Kunden zwischen den drei Karosserielängen 4,60, 4,95 und 5,30 Meter und bei den Pkw-Ausführungen zwischen unterschiedlichen Sitzkonfigurationen mit bis zu neun Plätzen wählen. Wichtig bei Nutzfahrzeugen sind vor allem die Ladekapazitäten. Beim Stauraum sollen bis zu 6,6 Kubikmeter möglich sein, während die Zuladung gegenüber einem Diesel-Pendant dank der schweren Batterie um 115 auf 1.275 Kilogramm sinkt. Deutlich geringer ausfallen wird die Anhängelast mit nur einer Tonne.

Xavier Peugeot rechnet damit, dass die E-Varianten rund fünf Prozent Anteil am Verkauf der Transporter auf Expert-Basis im ersten Jahr ausmachen werden. Innerhalb der ersten fünf Jahre erwartet er einen Anstieg am Verkaufskuchen auf 15 Prozent. Reagiert der Markt anders als erwartet, wolle man sukzessive die Produktionskapazitäten an die Nachfrage anpassen, so der Manager.

Einen genauen Marktstarttermin sowie Preise für Deutschland werden noch nicht genannt. Doch spätestens bis Jahresende sollen Kleinstransporter wie der Opel Vivaro und Elektro-Kleinbusse wie Zafira-e Life oder Citroën E-Spacetourer hierzulande verfügbar sein. Selbst abzüglich staatlicher Fördermittel dürften die Preise deutlich oberhalb vergleichbarer Dieselversionen liegen. 

Nach der Elektrifizierung der Expert-Plattform sollen weitere Transportermodelle folgen. Auch wenn Xavier Peugeot diese zunächst nicht konkret benennen will, ist klar, dass es sich dabei um den größeren Boxer/Jumper/Movano sowie den Hochdachkombi Berlingo/Partner/Combo handeln wird. (SP-X)

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