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Autoflotte Fuhrparktag 2022: Das Spannungsfeld der Firmenmobilität

Der Autoflotte Fuhrparktag war auch dieses Jahr sehr erfolgreich. Christian Voß ist Leiter Flotten bei Seat und Cupra und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort.
© Foto: Autoflotte

Elektromobilität boomt – gerade auch in Unternehmen. Immer mehr Mitarbeiter wählen den elektrischen Firmenwagen. Doch auch der Verbrenner funktioniert oft noch. In Hirschaid auf dem Autoflotte Fuhrparktag gingen wir der Frage nach: tanken oder laden?


Datum:
15.07.2022
Autor:
Rocco Swantusch / Autoflotte
Lesezeit:
5 min
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Gespräche mit Fuhrparkverantwortlichen sind selten langweilig, auch wenn man eigentlich nichts mit Autos oder BWL am Hut hat. Denn die Flottenchefs agieren längst nicht mehr allein, sondern im Team und treffen Entscheidungen damit vielsprachig und vielschichtig. Dazu müssen sie sich in die Köpfe des Gegenübers (Einkäufer, Personaler etc.) denken und ihre Belange oft adaptieren.

Sprich: Fuhrparkverantwortliche sind gefragt und fragen selbst gern zurück. Das wurde in der vergangenen Woche auf dem Autoflotte Fuhrparktag in Hirschaid deutlich. Zusammen mit der Automarke Cupra hatte die Fachzeitschrift zu zwei Tagesterminen eingeladen, die vormittags zum Erfahrungsaustausch und der Wissensvermittlung dienten und nachmittags mit den Probefahrten - Cupra Born und Cupra Formentor - längst nicht endeten. Denn es folgten: weitere Gespräche.


Autoflotte Fuhrparktag 2022

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Lieferprobleme

Was alle bewegt, ist die Liefer-Lotterie, die jeder kennt, keiner durchblickt und die irgendwie als große unbewegliche Wolke über allen schwebt und vermutlich noch ziemlich lange dort verharren wird. Ein Thema, das für viele der Anwesenden mittlerweile beendet ist, scheint der Plug-in-Hybrid zu sein. Nach galoppierenden Kraftstoffkosten (13, 14 oder mehr Liter für die großvolumigen Ottomotoren, die nie vom E-Motor unterstützt wurden, da dieser immer leer blieb) haben viele Car Policies mittlerweile Abstand von der unkontrollierten Freigabe der Doppelherzen genommen. Also heißt es vielerorts gleich: E wagen. Und zum Stromer greifen.

Die haben zwar zum Großteil auch XXL-Wartezeiten bis 2024, aber in der Zwischenzeit kann man sich um die Ladeinfrastruktur kümmern. Das machen die, die es können (da sie Platz haben) mit der firmeneigenen Photovoltaik-Anlage und zahlen dann wie ein Fuhrparkbetreiber berichtete aktuell 6,18 Euro pro 100 km mit dem Kraftstoff Strom und gut 20 Euro pro 100 Kilometer mit dem Kraftstoff Diesel. An den Grenzen der Eigenversorgung holen die Ladekartenanbieter ihre Fahrer ab und bringen sie dank der Roaming-Verträge europaweit an die Stecker. Dass der Ladeplatz längst kein dauerhafter Stellplatz ist, hat sich langsam rumgesprochen. Die Blockiergebühren sorgen für diesen Erkenntnisgewinn bei einigen Flottenleitern.

Die E-Mobilität bleibt ein Feld der Erkenntnisse. Die wichtigste lautet: Man macht nur dann etwas falsch macht, wenn man verharrt und nichts macht. Dass dies nicht nur für den Fuhrparkleiter, sondern für alle gilt, erklärte Key-Note-Speaker Thomas Ranft eindrucksvoll. Wir und das Klima, so könnte man seinen Ausflug benennen, der klare Botschaften setzte, wie folgende: Bäume aufforsten bringt wenig. Das Einzige, was effektiv – also schnell genug – hilft, ist das Verheizen von Kraftstoff zu stoppen. Das Klima, was vor allem durch die nur zehn bis fünfzehn Kilometer starke aus Luftmassen und Wasserdampf bestehenden Troposphäre beeinflusst wird, ist ebenso verwundbar, wie die im Durchschnitt gerade mal 30 Zentimeter dünne fruchtbare Schicht im Boden, die die Erde grün und lebendig hält. Dazwischen agieren wir Menschen und das auch als mobile Wesen, die (gerade als Fuhrparkverantwortliche) ihr Vorankommen selbst bewerten und ändern können.

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