Porsche hat mit der Studie Mission S einen Ausblick auf eine neue Supersportwagen-Baureihe gegeben. Anders als die bisherigen Spitzenmodelle Carrera GT und 918 Spyder ist der Neue nicht als limitierte Kleinserie geplant, sondern als dauerhafter Teil des Modellprogramms. Einen Termin für die Markteinführung nennt Porsche nicht, vor 2028 dürfte es aber kaum so weit sein.
Der flache Zweisitzer greift Gestaltungselemente historischer Porsche-Modelle auf. Die runden Scheinwerfer und stark ausgeprägten Kotflügel erinnern an den 911, die niedrige Front an den Rennwagen 911 GT1. Die Dachlinie orientiert sich am Supersportwagen 959, während der große aktive Heckflügel und ein vom Rennwagen 917 inspirierter Lüfter über dem Motor den sportlichen Anspruch unterstreichen. Die Studie gibt zugleich einen ersten Ausblick auf die neue Designsprache der Marke.
Porsche Mission S
Im Innenraum setzt Porsche auf eine Abkehr vom Trend zu immer größeren Bildschirmen. Statt eines fest installierten Zentraldisplays gibt es eine ausfahrbare Smartphone-Halterung. Hinzu kommen klassische Schalter und fünf Rundinstrumente hinter dem Lenkrad, zentrale Anzeige ist der Drehzahlmesser.
Technische Daten zu Motorisierung und Fahrleistungen nennt Porsche noch nicht. Design und technische Ausführung deuten allerdings auf einen wahrscheinlich teilelektrifizierten Verbrenner hin. Eine Elektroversion ist offenbar nicht vorgesehen. Als mögliche Motorisierung gilt ein Achtzylinder, offiziell bestätigt ist dies nicht. Die technische Basis wird Porsche selbst entwickeln und nicht von der Konzernschwester Lamborghini übernehmen. Die Fahrleistungen sollen zwischen denen des 911 und des früheren 918 Spyder liegen.
Porsche setzt auf Strategie "Sportwagenschmiede ’35“
Mit der neuen Baureihe verfolgt Porsche seine Anfang Oktober vorgestellte Strategie „Sportwagenschmiede ’35“. Sie sieht eine stärkere Ausrichtung auf besonders exklusive und margenstarke Autos vor. Das künftige Spitzenmodell soll daher nicht nur dauerhaft im Modellprogramm bleiben, sondern auch als Grundlage für diverse Sonderversionen dienen.
Zu den wichtigsten Konkurrenten dürften Modelle wie der Ferrari 849 Testarossa, Lamborghini Temerario und der kommende Supersportwagen von McLaren zählen. Interessenten müssen mit Preisen im mittleren sechsstelligen Bereich rechnen.