Der Leasinganbieter Athlon sagt dem Restwertverfall den Kampf an. Mit speziellen Flottenlösungen sowie Beratungsgesprächen mit Kunden und Interessenten will das Unternehmen dem Abwärtstrend bei gebrauchten Autos in Deutschland entgegenwirken und geht in die Offensive. "Als mittelständisches Unternehmen können wir keine unkalkulierten Risiken in der Bilanz aufbauen", sagt Ryjan Rutgers, Geschäftsführer der Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG.
"Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich in den letzten acht Wochen dramatisch verändert", so Ryjan Rutgers weiter, "Der Abwärtstrend setzt sich fort, da die Lager der Hersteller mit sechs bis zwölf Monate alten Fahrzeugen voll stehen. Der Abverkauf dieser Fahrzeuge mit zum Teil enormen Rabatten führt zu weiteren Absenkungen der Restwertprognosen für Fahrzeuge, die in drei bis vier Jahren zurückkommen. Ein Gebrauchtwagenkäufer handelt kaum wirtschaftlich, wenn er ein drei Jahre altes Fahrzeug mit einem Restwert von 40 Prozent auf den ehemaligen Listenpreis kauft, obwohl er ein sechs Monate junges Fahrzeug bereits mit bis zu 40 Prozent Nachlass erwerben kann." Neben den Kurzläufern sei auch die Ungewissheit in Sachen CO2-Besteuerung Grund dafür, dass besonders hoch motorisierte Fahrzeuge zu Ladenhütern werden.
"Betrachten wir heute abgeschlossene Leasingverträge für einen 2.7 oder 3.0 motorisierten TDI so wissen wir schon jetzt, dass die zugrunde gelegten Restwerte später nicht als Verkaufspreis erzielbar sind. Mit anderen Worten: Ein Verlust ist bereits vorkalkuliert", erklärt Roland Meyer, Commercial Direktor bei Athlon Car Lease Germany. Zudem würden auch die Finanzmarktkrise in den USA und deren Auswirkungen in Europa den negativen Effekt weiter verstärken. Daher versuche das Leasingunternehmen Athlon mit nachhaltigen Alternativen zur bisherigen Modellpolitik dem Trend entgegen zuwirken. (sb)