Automesse Brüssel: Stellantis dominiert, China drängt

12.01.2026 08:19 Uhr | Lesezeit: 2 min
Opel-Chef Florian Huettl mit dem überarbeiteten Astra
© Foto: Opel

Mehr als 75 Marken, große Konzerne und ambitionierte Newcomer: Während Stellantis die Messe beherrscht, zeigen chinesische Marken Präsenz – und Brüssel rückt weiter in die Lücke, die Genf hinterlassen hat.

Der Brussels Motor Show 2026 startet am Samstag auf dem Gelände der Brussels Expo und markiert damit den ersten Höhepunkt des europäischen Autojahres. Mehr als 75 Hersteller präsentieren bei der 102. Ausgabe der Messe (bis 18. Januar) ihre Neuheiten und Innovationen. Nachdem die Corona-Krise dem Genfer Autosalon den Garaus gemacht hat, könnte sich Brüssel künftig als würdiger Ersatz erweisen. 

Einer der größten Auftritte kommt in diesem Jahr von Stellantis. Auf einem 5.200 Quadratmeter großen Stand werden 62 Fahrzeuge von elf Konzernmarken gezeigt, darunter zwei Weltpremieren und zwei Konzeptstudien. Am heutigen Pressetag präsentierten Opel-CEO Florian Huettl und Marketingchefin Rebecca Reinermann das Facelift von Astra und Astra Sports Tourer. 

Auffälligstes Merkmal der neuen Opel-Kompaktklasse ist das geschärfte Design mit beleuchtetem Blitz-Logo, neuer Lichtsignatur und weiterentwickelten Intelli-Lux-HD-Matrix-LED-Scheinwerfern. Auch im Innenraum wurde nachgebessert, unter anderem mit ergonomisch optimierten Sitzen. Technisch legt vor allem der Astra Electric nach: Eine größere 58-kWh-Batterie ermöglicht nun bis zu 454 Kilometer Reichweite. Die Verbrenner- und Hybridvarianten bleiben hingegen weitgehend unverändert.


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Zu den weiteren Stellantis-Neuheiten zählen der überarbeitete Peugeot 408 und das Citroën-Konzeptfahrzeug Oli. Alfa Romeo stellt unter anderem die neue Giulia Quadrifoglio Luna Rossa in limitierter Serie vor. Rivale Renault gibt dem neuen Twingo E-Tech Electric eine große Bühne. 

Beim koreanischen Hersteller Kia feiert der EV2, ein kleines elektrisches SUV, seine Weltpremiere. Die Schwestermarke Hyundai hatte mit dem Inster bereits im Frühjahr 2025 ein Modell in ähnlicher Größenklasse gezeigt. Toyota stellt den neuen Hilux sowohl als vollelektrische Variante als auch mit 48-Volt-Hybridantrieb ins Rampenlicht. Der chinesische Hersteller Zeekr präsentiert den Elektrosportwagen 7GT erstmals auf dem europäischen Markt. 

Auch andere chinesische Marken wie BYD, Xpeng oder MG nutzen die Automesse in Brüssel, um zu demonstrieren, dass sie gekommen sind, um zu bleiben. Leapmotor-CEO Tianshu Xin kündigte an, im Joint Venture mit Stellantis wolle man in der kommenden Dekade rund eine Million Fahrzeuge pro Jahr außerhalb Chinas absetzen. Das Journalisten-Votum zum "Car of the Year" (COTY) ging an den neuen Mercedes-Benz CLA.

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