Autoreparaturen nach Unfällen und anderen Versicherungsschäden werden teurer. Das geht aus der Schadenbilanz des Leasing- und Fuhrparkmanagementanbieters Ayvens hervor. Obwohl die Zahl der Schäden teilweise zurückging, stieg der durchschnittliche Schadenaufwand bei den von dem Unternehmen betreuten Flottenfahrzeugen deutlich.
In der Vollkaskoversicherung erhöhten sich die durchschnittlichen Nettokosten je Schadenfall gegenüber dem Vorjahr um rund 200 Euro auf 1.969 Euro. In der Teilkasko kletterte der durchschnittliche Aufwand um fast 600 Euro auf 1.959 Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem höhere Arbeitskosten sowie die zunehmend aufwendige Fahrzeugtechnik mit Kameras, Sensoren und Assistenzsystemen.
Besonders teuer sind mittlerweile Glasschäden. Während eine Reparatur eines Steinschlags im Schnitt rund 113 Euro kostet, werden für den Austausch einer Scheibe mehr als 1.030 Euro fällig. Beschädigte Scheiben sind mit einem Anteil von 73 Prozent an den erfassten Teilkaskoschäden (57 Prozent Austausch und 16 Prozent Reparatur) weiterhin mit Abstand der häufigste Schaden.
Bei anderen Schadenarten gab es Rückgänge. Marderschäden nahmen um knapp 12 Prozent ab, Sturm- und Hagelschäden um rund 36 Prozent. In der Vollkasko gingen Schäden durch unbekannte Verursacher oder Vandalismus um mehr als 5 Prozent zurück, Rangierschäden um knapp 5 Prozent.