Wegen der niedrigeren Kosten will der deutsche Reifenkonzern Continental seine Produktion in Osteuropa zügig ausbauen. Im Gespräch ist u.a. ein Standort in den baltischen Staaten. Werksschließungen in Westeuropa werden nicht ausgeschlossen, äußerte Konzernchef Manfred Wennemer in Moskau. 2001 hatte Continental bereits fünf Standorte in Deutschland, Schweden, Österreich, Belgien und Mexiko dichtgemacht. Der weltweit viertgrößte Reifenkonzern geht davon aus, dass der Pkw-Reifenmarkt in Europa und in den USA jährlich weiterhin um zwei bis drei Prozent wachsen wird. In diesem Jahr übertraf der Anteil der Reifen, die in Niedriglohnländern hergestellt wurden, bereits die 50 Prozent-Marke. (zi)