Flottenmanagement: Restwerte werden zur Schlüsselfrage beim Carsharing

03.08.2026 10:05 Uhr | Lesezeit: 3 min
Leasys, Christian Doden
Christian Doden, Head of Direct & Corporate Sales bei Leasys Deutschland, spricht beim 10-jährigen Jubiläum von Miles Mobility aus Leasing-Perspektive über Finanzierung, Restwerte und Wirtschaftlichkeit von E-Fahrzeugen im Carsharing.
© Foto: Leasys

Mehr Elektroautos im Carsharing bedeuten neue Herausforderungen für Betreiber. Beim Miles-Jubiläum diskutierten Experten über wirtschaftlich tragfähige Modelle.

Beim zehnjährigen Jubiläum von Miles Mobility in Berlin beteiligte sich Christian Doden, Head of Direct & Corporate Sales bei Leasys Deutschland, an einer Paneldiskussion über die Zukunft elektrischer Carsharing-Flotten. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge im Sharing-Segment.

Der Carsharing-Markt wächst kontinuierlich. Nach Angaben des Bundesverbands CarSharing (bcs) waren Anfang 2026 rund 43.000 Carsharing-Fahrzeuge in Deutschland unterwegs. Vor allem im stationsbasierten Carsharing nimmt der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge deutlich zu – inzwischen fährt dort mehr als jedes fünfte Fahrzeug rein elektrisch. Mit dieser Entwicklung gewinnen Themen wie Finanzierung, Restwertentwicklung und wirtschaftliche Planungssicherheit zunehmend an Bedeutung.

Gemeinsam mit Vertretern von Miles Mobility und smart Europe diskutierte Doden darüber, welche Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb elektrischer Flotten geschaffen werden müssen. Neben Fahrzeugverfügbarkeit und Ladeinfrastruktur standen insbesondere Finanzierungsmodelle sowie Leasinglösungen für Carsharing-Anbieter im Fokus.

"E-Mobilität im Carsharing steht nicht mehr am Anfang – sie ist aber wirtschaftlich noch kein Selbstläufer", sagte Christian Doden. "Damit elektrische Sharing-Flotten skalieren können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, stabile Kalkulationsgrundlagen und Finanzierungsmodelle, die den tatsächlichen Einsatz der Fahrzeuge realistisch abbilden."

Leasing: Restwerte entscheidend

Eine der größten Herausforderungen bleibt aus Sicht von Leasinggesellschaften die Entwicklung der Restwerte. Technologische Fortschritte, Preisanpassungen, veränderte Förderprogramme und die schwankende Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen erschweren eine verlässliche Kalkulation. Gleichzeitig benötigen Flottenbetreiber planbare Kosten, um Elektromobilität wirtschaftlich in ihre Geschäftsmodelle integrieren zu können.

Auch alternative Finanzierungsmodelle wie Pay-per-Use wurden diskutiert. Zwar bieten nutzungsabhängige Konzepte grundsätzlich Potenzial, ihre praktische Umsetzung ist jedoch komplex. Wirtschaftlich tragfähig werden sie nur, wenn Faktoren wie Auslastung, Laufleistung, Datenqualität, Restwertentwicklung und eine ausgewogene Risikoverteilung zwischen Finanzierungspartner und Betreiber berücksichtigt werden.


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Mit dem steigenden Elektrifizierungsgrad im Carsharing gewinnen belastbare Finanzierungsmodelle und realistische Restwertprognosen weiter an Bedeutung. Durch die Teilnahme an der Diskussion positioniert sich Leasys als Partner für nachhaltige Mobilitätskonzepte und unterstützt die Transformation gewerblicher Fahrzeugflotten hin zur Elektromobilität.

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