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Erwachsen

Der Kia Sorento steht nicht nur selbstbewusst da, er bietet auch Platz und Komfort sowie einige schöne Details. Neben dem Selbstzünder gibt es ein Hybrid-Duo.


Datum:
16.08.2021
Autor:
rs
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Kias Großer kann als SUV jeden Antriebsgeschmack abdecken - außer rein elektrisch. Dafür sorgen sowohl der Plug-in- als auch der klassische Hybrid für Normverbräuche, die mindestens der Effizienzklasse A oder sogar A+ entsprechen.

Beim klassischen Diesel, der statt auf 1,6 Liter auf 2,2 Liter Hubraum setzt, kann sich zumindest der Fronttriebler mit dem "A" schmücken. Unser Allradler namens 2.2 CRDi AWD fällt mit WLTP-Werten von 5,7 bis 6,0 Litern (150 bis 158 g CO2/km) auf ein "B"-Niveau. Was bei großen SUV, der Sorento misst 4,81 Meter Länge bei 2,17 Meter Breite mit ausgeklappten Seitenspiegeln, immer noch ein guter Wert ist. Da Kia wie die allermeisten Hersteller das Doppelherz rein an einen Benzin-Motor koppelt, treibt ein 1,6-Liter-Reihenvierzylinder mit 180 PS den Hybriden und den Phev an. Als Gegenpart werkelt die Permanentmagnet-Synchronmaschine, die zwischen 44 und 67 kW beisteuert. Was sich zur Systemleistung von 169 kW/230 PS beim Hybriden und 195 kW/265 PS beim Phev summiert.

Systembedingt speichert der Hybrid nur einen Bruchteil an rekuperierter Energie (1,49 kWh), während der extern versorgte Phev mit 13,8 kWh hantieren kann. Das Mehrgewicht durch die Batterien beträgt zwischen 40 und 139 Kilogramm. 350 Newtonmeter bringen beide auf die Straße, welche stets von der sechsstufigen Automatik feinjustiert werden. In der Selbstzünderwelt geht die Spreizung der Gänge weiter. Das Doppelkupplungsgetriebe (DCT) sortiert in acht Abstufungen die Übersetzung und verwaltet 202 PS sowie kräftige 440 Nm.

Bis zu 2,5 Tonnen an den Haken

Mit den erwähnten 4,81 Meter Länge und 2,82 Meter Radstand kann der Fünf- auch mal schnell zum Siebensitzer mutieren. Dann schrumpft allerdings der üppige Laderaum von gut 2.100 Litern auf ein Minimum von gut 180 Liter. Ob nun ein Solo-Motor oder das Doppelherz agiert, ist für die Gepäckfrage gar nicht so entscheidend. Das sieht in puncto Anhängelast ganz anders aus. So empfiehlt Kia aufgrund des höheren Eigengewichts des Phev - maximales Leergewicht als Siebensitzer von 2.174 kg - nur 1.350 kg an den Haken zu nehmen (statt der technisch möglichen 1.500 kg). Der Hybrid-Benziner bringt immerhin 1.650 kg ins Rollen. Der Diesel zieht indes 2,5 Tonnen.

Mit dieser Zugmaschine sind wir also nun auf Tour. Vom Start weg braucht die Lenkrad-Heizung sehr lang, bis sie warm ist. Dafür sind die Sinne des Koreaners bereits geschärft. Wenn nämlich beim Start ein Fahrzeug im toten Winkel einfährt, macht die Bremse sofort zu. Das ist etwas rabiat, aber hilfreich. Rabiat, aber nicht effektiv, agiert die Kupplung im Rangierbetrieb. Diese öffnet und schließt recht undefiniert, so dass man leider kaum langsam an ein Hindernis heranrollen kann. Nun gut. So weit das Aufwärmprogramm. Ab auf die Langstrecke mit dem Sorento.

Erst leise, später souverän

Der kräftige Motor ist vor allem im Stadtbetrieb überraschend leise für einen Selbstzünder. Hier auf der Autobahn werden die Windgeräusche allerdings ab Tempo 160 hörbar. Genug Angriffsfläche findet der Wind ja. Die Instrumententafel ist voll digital, was zeigt, dass der Koreaner auf Höhe der Zeit ist. Die Totwinkelkamera gibt das Bild wahlweise ins Kombiinstrument, was gerade auf der Autobahn eher ablenkt, als Sicherheit bringt. Die zahlreichen temporären Limits werden indes nicht unterschieden, so dass ständig der kleine Kreis mit dem roten Rand im Display zu leuchten beginnt. Im Zentraldisplay erscheint auch die Rückfahrkamera - diese kennt neben dem scharfen Bild ins Heck auch eine Darstellung aus der Vogelperspektive. Gut so.

Apropos hinten: Im Fond gibt es die separate Steuerung der Klimaanlage, einen USB- sowie einen 12-Volt-Anschluss und können per Knopfdruck der linke und der rechte Sitz umgelegt werden. Diese Art von Luxus gefällt im Koreaner, der allerdings auch seinen Preis hat, aber dazu gleich mehr. Die Lenkung ist präzise - der Lenkeingriff des Spurhalte-Assistenten ist zu kräftig. Als permanenter Allradler kommt der Sorento zwar gut ins Rollen, aber die Masse von immerhin gut 1,85 Tonnen braucht eben Schwung. Bei hohen Geschwindigkeiten spielt er aber die Laufruhe eines 4x4-Modells aus, das sehr gut die Spur hält. Eine Kleinigkeit fällt indes auf, bevor man einen Tunnel durchfährt. Dann schaltet automatisch die Umluft ein. Das Signal kommt vom Navi.

Viel drin, aber stattlicher Preis

Am Ende der Dienstreise von Frankfurt nach München stehen 9,4 Liter im Bordcomputer. Auf anderen Fahrten zeigt sich, dass auch Werte um die acht Liter möglich sind wie auch ein Überschreiten der 10-Liter-Marke. Das liegt alles noch im Rahmen für ein solches Dickschiff.

Die Edelvariante desselbigen diente uns als Wegbegleiter. Das Top-Niveau Platinum bietet für 46.882 Euro schon sehr viel - von den 20-Zoll-Reifen über elektrisch einstellbaren Fahrersitz (vierfach für die Lordosenstütze und die Beinauflage), Head-up-Display, Nappa-Leder und aktiver Totwinkelassist. Das darunterliegende "Spirit"-Niveau bietet für die Diesel 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, beim nächstniedrigeren Niveau "Vision" sind es nur 18-Zöller für die Selbstzünder. Wer zum Hydriden greift, erhält jeweils eine Felgengröße darüber serienmäßig als Goodie. Die Ausstattung "Vision" bietet für einen deutlich abgespeckten Grundpreis (ab 38.059 Euro) ACC, Navi, Voll-LED-Frontscheinwerfer, Autobahn-Assist und einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz. Alles ganz solide.

Das sehen auch die Marktbeobachter der Deutschen Automobil Treuhand so. Deren Wertanalyse weist nach 36 Monaten und jeweils 25.000 Jahres-Kilometern noch 46,2 Prozent des Ursprungswertes inklusive der Sonderausstattung aus. Ein wesentlicher Punkt, der hier reinspielt, wird die XXL-Herstellergarantie von sieben Jahren oder 150.000 Kilometern sein - übrigens unabhängig davon, ob der Sorento als Benzin-Hybrid oder Diesel in die Flotte rollt.

Kia Sorento 2.2 CRDi AWD

Testwagenpreis: 48.294 EuroR4/2.151 cm³ | 148 kW/202 PS 440 Nm bei 1.750 U/min | 8-Gang-DKGNEFZ-Verbrauch: 6,0 D | 158 g/km 9,2 s | 202 km/hEffizienzklasse: B 4.810 x 2.170 x 1.700 mmKofferraum: 187 - 2.100 lHK: 20 | TK: 24 | VK: 27Ölwechsel: 2 Jahre/30.000 kmGarantie: 7 Jahre/150.000 kmAlle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer

DAT-Prognose

Kia Sorento 2.2 CRDi AWD Platinum36 Monate mit Extras15.000 km: 49,6 %25.000 km: 46,2 %40.000 km: 39,5 %

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