Heidelberg Amperfied richtet sein Geschäft neu aus. Das Unternehmen will Ladeinfrastruktur nicht mehr nur liefern, sondern stärker Planung, Betrieb und Service übernehmen. Vorgestellt wird das Konzept "Performance Prime" auf der Fachmesse "Power2Drive Europe" (23. bis 25. Juni 2026) in München.
Das Angebot umfasst Planung, Installation, Betrieb und Wartung von Ladepunkten, auch für bestehende Anlagen und unabhängig vom Hersteller. Kunden zahlen monatliche Raten statt hoher Anfangsinvestitionen. Die Leistungen sind an definierte Betriebskennzahlen gebunden, etwa die Verfügbarkeit der Ladepunkte.
Verfügbarkeit als zentrale Kennzahl
Laut Geschäftsführer Robin Karpp entscheidet die Verfügbarkeit über den wirtschaftlichen Betrieb von Ladeinfrastruktur. "Verfügbarkeit ist der entscheidende Erfolgsfaktor jeder Ladeinfrastruktur. Fallen Ladepunkte aus, entgehen Umsätze und die Betriebskosten steigen." Ziel sei es, Betrieb und Service stärker auf diese Kennzahl auszurichten.
Paketmodelle für Betrieb und Erlöse
Zum Portfolio gehören verschiedene Leistungspakete. "Uptime Prime" umfasst Betrieb, Wartung und Überwachung mit dem Ziel, Ausfälle frühzeitig zu erkennen. Dafür nutzt Amperfied unter anderem Echtzeitdaten.
"Business Prime" richtet sich an Unternehmen, die Einnahmen mit Ladepunkten erzielen wollen, ohne diese selbst zu betreiben.
Das Unternehmen sieht vor allem bei Flottenbetreibern, Logistikern und Unternehmen mit eigenen Ladepunkten Anwendungsmöglichkeiten. Eine hohe Verfügbarkeit kann sich direkt auf Fahrzeugverfügbarkeit und Abläufe auswirken. Auch zusätzliche Einnahmen durch öffentlich zugängliche Ladepunkte sollen möglich sein.
Bestehende Projekte und Kunden
Nach eigenen Angaben betreibt Amperfied bereits größere Ladeinfrastrukturen. Dazu zählen mehr als 2.000 Ladepunkte für SAP sowie Projekte mit Siemens Energy und weiteren Unternehmen aus Logistik, Finanzwirtschaft und Energieversorgung.
Messe in München
Das Unternehmen präsentiert sein erweitertes Angebot auf der Power2Drive Europe 2026 in Halle B6, Stand 674. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Ladeinfrastruktur wirtschaftlich betreiben lässt und welche Rolle Service und Betrieb dabei spielen.