Digitale Schnittstelle für E-Flotten: Tronity und CPM kooperieren

16.06.2026 11:34 Uhr | Lesezeit: 3 min
Zwei Geschäftsmänner schütteln sich die Hände.
E-Flotten im Fokus: Tronity und CPM verbinden Abrechnung und Analyse.
© Foto: BCA Deutschland

Heimladen, Abrechnung, ESG: Eine neue Schnittstelle soll das Management elektrischer Flotten vereinfachen und datenbasiert machen.

Die Elektrifizierung von Unternehmensfuhrparks bringt neue Herausforderungen mit sich – vor allem bei Daten, Abrechnung und Transparenz. Zwei Anbieter aus Deutschland, Tronity und Car Professional Management (CPM), wollen diese Themen nun gemeinsam angehen.

Die Unternehmen kündigten am Dienstag eine Kooperation an, die Fahrzeug- und Ladedaten automatisiert in bestehende Fuhrparkprozesse integrieren soll. Im Zentrum steht eine neu entwickelte Schnittstelle, über die Informationen direkt in die CPM-Systemlandschaft übertragen und in der zugehörigen App bereitgestellt werden.

Damit verknüpfen die Partner zwei bislang oft getrennte Welten: die datenbasierte Analyse von Lade- und Fahrverhalten einerseits, die operativen Prozesse des Fuhrparkmanagements andererseits. CPM bringt dabei seine etablierten Abrechnungs- und Steuerungsstrukturen ein, während Tronity die technische Grundlage zur Datenerhebung und -auswertung liefert.

Ein konkreter Anwendungsfall ist die Abrechnung von Heimladekosten bei elektrischen Dienstwagen – bislang häufig ein administrativer Kraftakt für Unternehmen. Künftig sollen entsprechende Ladevorgänge automatisch erfasst und über bestehende Prozesse eingereicht werden. Die Rückerstattung erfolge anschließend automatisiert, heißt es, in der Regel innerhalb weniger Bankarbeitstage.

Einfache Integration in bestehende Systeme 

Aufwendige Pauschalmodelle oder manuelle Abrechnungen könnten damit entfallen. Für Unternehmen bedeutet das vor allem standardisierte Abläufe, die sich ohne größere Brüche in bestehende Systeme integrieren lassen. 

Gleichzeitig zielt die Kooperation auf eine breitere Transparenz im Flottenmanagement. Fuhrparkverantwortliche erhalten Zugriff auf strukturierte Daten zu Energieverbräuchen, Ladeanteilen und emissionsrelevanten Kennzahlen. Diese lassen sich unmittelbar in Reporting- und Steuerungsprozesse einbinden – ein Aspekt, der angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen an Bedeutung gewinnt. 

Auch für Nachhaltigkeitsberichte soll die Lösung eine Rolle spielen. Die automatisiert erfassten Daten bilden nach Angaben der Unternehmen eine revisionssichere Grundlage für ESG-Reporting und erleichtern die Dokumentation gegenüber internen und externen Stakeholdern.

E-Mobilität alltagstauglicher und saklierbarer machen 

Tronity sieht in der Kooperation einen Schritt hin zu mehr Alltagstauglichkeit und Skalierbarkeit der Elektromobilität im Flottenbetrieb. "Gemeinsam verbinden wir die datenbasierte Technologie von Tronity mit den etablierten Fuhrparkprozessen von CPM und schaffen damit eine Lösung, die Abrechnung, Datenmanagement und Nachhaltigkeitssteuerung konsequent digitalisiert", sagte Co-Founder und CEO Torsten Born.

Auch CPM betont die strategische Dimension der Zusammenarbeit. "Mit der Integration von Tronity bauen wir unsere Position als führender Anbieter für ganzheitliches, digitales Fuhrparkmanagement konsequent aus. Entscheidend ist für uns, dass innovative Datenlösungen nahtlos in bestehende Prozesse integriert werden und für unsere Kunden unmittelbar Mehrwert schaffen – insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Elektrifizierung von Flotten. Gemeinsam treiben wir die Digitalisierung und Professionalisierung des Fuhrparkmanagements weiter voran", erklärte Geschäftsführerin Martina Reiter.


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