In den 2000er- und 2010er-Jahren galt die Hybridtechnik bei VW als zu aufwendig, teuer und dem Diesel ohnehin unterlegen. Inzwischen hat sich der Blick gewandelt. Neben Mild - und Plug-in-Hybriden soll künftig auch ein echter Vollhybrid eine größere Rolle spielen. Das nun vorgestellte, dreimotorige Antriebssystem kombiniert serielle und parallele Hybridtechnik.
Das Hybridmodul an der Vorderachse bündelt zwei E-Maschinen – eine für den Antrieb, eine als Generator – mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner, einem 1-Gang-Getriebe sowie einer elektronisch gesteuerten Kupplung, die den Verbrenner je nach Fahrsituation zu- oder abschaltet. Hinzu kommt eine im Fahrzeugheck platzierte Lithium-Ionen-Batterie mit 1,6 kWh Kapazität, die beim Bremsen gewonnene Energie speichert und beim Beschleunigen wieder abgibt.
Fokus auf Effizienz und Alltagstauglichkeit
Im Betrieb wechselt das System automatisch zwischen verschiedenen Modi. Im Stadtverkehr sind kurze rein elektrische Fahranteile möglich. Bei mittleren Geschwindigkeiten arbeiten Verbrenner und Elektromotor zusammen, wobei der Benziner bei Bedarf auch Strom erzeugt. Bei höherem Tempo übernimmt überwiegend der Verbrennungsmotor den Antrieb.
Offizielle Leistungs- und Verbrauchswerte nennt Volkswagen bislang nicht. Die Markteinführung ist für Ende des Jahres geplant.