Nie zuvor waren im Flensburger Zentralregister so viele Verkehrssünder verzeichnet. Ihre Zahl erreichte 2006 mit rund 8,4 Mio. Menschen einen neuen Rekord, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag mit. 80 Prozent von ihnen sind Männer. Ursache waren vermutlich vor allem häufigere Kontrollen und neuere Vorschriften wie das Verbot von Handytelefonaten ohne Freisprechanlage im Auto. Der Zuwachs der registrierten Bürger betrug von Januar bis Dezember 2006 drei Prozent. Schon im Vorjahr war mit fast 8,2 Mio. Eingetragenen eine Höchstmarke erreicht worden, sagte KBA-Präsident Ekhard Zinke. Die Zahl der Führerscheininhaber schätzen die Experten auf 50 Mio.. Genaue Zahlen gibt es nicht. Männer haben vier Mal so häufig "Flensburger Punkte" wie Fahrerinnen, sagte Zinke. Mehr als die Hälfte der Männer sowie der Frauen sei zu schnell gewesen. Während Männer wesentlich häufiger angetrunken am Steuer auffielen, hätten Frauen relativ oft die Vorfahrt missachtet. Die Zahl der Fälle von Alkohol am Steuer nahm deutlich ab. Im Vergleich zu 2005 sank sie um 7,5 Prozent. Auch andere Drogen tauchten im Straßenverkehr 2006 seltener auf, die Zahl solcher Vorfälle schrumpfte um 1,8 Prozent – nach jahrelangem Zuwachs. Insgesamt hatten Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr 225.300-mal Alkohol oder Rauschgift im Blut, als sie in eine Kontrolle gerieten. (dpa)
Zahl der Verkehrssünder so hoch wie nie
KBA: 2006 waren 8,4 Millionen Deutsche im Flensburger Zentralregister eingetragen