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Ausgabe 01/02/2019

Ein-Preis-Strategie

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© AUTOFLOTTE

Der Mazda 6 kostet als Kombi und Limousine gleich viel. Dafür bietet die Limousine mehr Länge und mehr Radstand. Den empfehlenswerten 150-PS-Diesel gibt's für beide. Autoflotte hat den Diesel-Kombi beäugt.

Mazda verzichtet beim Kombi des Mazda 6 auf den sonst obligatorischen Extra-Tausender gegenüber der Limousine. Das bedeutet in Deutschland selbstverständlich, dass sich die Mehrzahl der Kunden über die Preispolitik freut. Denn Deutschland ist nach wie vor Kombiland. Keine schlechte Wahl, aus Platzgründen, aber auch aus optischen.

Das Testauto

Die zweithöchste und empfehlenswerteste Ausstattungslinie nennt sich Exclusive-Line. Damit besitzt der Japaner ein stimmiges Paket, das sich mit i-Activesense (360 Grad-Monitor, Müdigkeitserkennung, City-Notbremse) und Smartphone-Integration praktisch sowie dem Sonderlack Magmarot (756 Euro) und beeindruckend großen 19-Zöllern schnittig aufwerten lässt. 32.756 Euro werden dafür fällig. Was fehlt - zumindest im Testwagen: Ein Automatikgetriebe. Das gibt es, hat sechs Stufen, funktioniert tadellos und kostet 1.513 Euro extra. Unser Tester hat ebenfalls sechs Gänge, die manuell sortiert werden müssen. Schalten, was bei manch einem Fahrzeug eher lästig erscheint, macht im Mazda 6 Spaß. Zackig und knackig flutscht es durch die Gassen, so dass nur eingefleischte Automatikfans eine solche herbeiwünschen.

Antrieb

Der Skyactive-D 150 i-Eloop, wie der sperrige Name des laufruhigen Dieselmotors lautet, hat alles an Bord, was moderne Verbrenner haben müssen - bis auf den SCR-Kat, den benötigt er nämlich nicht, um Euro 6d-Temp sauber zu sein. Die Rekuperationstechnik (das ist das i-Eloop) drückt den Normverbrauch auf 4,5 Liter Diesel (CO2: 119 g/km) und dürfte auch in der Realität einige Zehntel bringen. Anders als üblich wird die gewonnene Energie nicht in der Starterbatterie gespeichert, um damit Verbraucher zu versorgen. Bei Mazda erledigt das eine Art Kondensator, ein Generator und ein Spannungswandler. Der Generator erzeugt Strom im Schubbetrieb und speichert sie im Kondensator. Diese Energie verbrauchen Servolenkung, Klimaautomatik und andere Komfort-Details. Macht auf der Straße gut sechs Liter im Autoflotte Testverbrauch. Ein Wert, der für den recht flachen (1,48 Meter) Gleiter akzeptabel ist. Apropos Maße: Der Kombi (4,80 Meter) steht etwas ungewöhnlich der Limousine (4,87 Meter) in der Länge um sieben Zentimeter nach, beim Radstand ist er acht Zentimeter kompakter (2,75 Meter). Vielleicht ist auch das ein Grund, warum bei kleinen Bodenwellen stets ein leichtes Schwingen spürbar ist.

Karosserie/Interieur

Die gut ablesbaren Analoginstrumente sowie das Acht-Zoll-Display wirken zurückhaltend; die Menüführung ist verständlich wie der Rest der Bedienung. Alles wirkt aufgeräumt und gut verarbeitet. Das Platzangebot ist prima, die Vordersitze langstreckentauglich. Auf Eigenheiten wie den Tankdeckel-Hebel mag er nicht verzichten.

Autoflotte-Tipp

So klar Mazda die Preisstruktur zwischen Limousine und Kombi nivilliert, so strikt sind die Wahlmöglichkeiten der Niveaus. Die empfehlenswerte sechsstufige Automatik im Kombi verteuert den Fronttriebler auf 31.336 Euro. Der Aufschlag zum 150-PS-Allradler fällt dafür gering aus (31.504 Euro).

Top

- Motor- Verarbeitung und Materialqualität- präzise Handschaltung

Flop

- etwas kleines Display (Rückfahrkamera)- Verkehrszeichenerkennung- Vibrationen bei Autobahnfahrt

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