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Ausgabe 06/2018

Freier Blick voraus

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© AUTOFLOTTE

Fahrvorstellung Die dritte Generation des Flaggschiffs bringt nicht nur viel Platz mit, sondern weist auch den Weg, wie VW künftig das Bedienkonzept sieht und wie man bei Nachtfahrten den Überblick behält.

_ Früher waren die Oberklasse-Limousinen die Innovationsträger einer Marke. Heute gebührt diese Aufgabe den großen SUV. Im Fall von Volkswagen gibt also der Touareg den Takt an Neuheiten vor, was bei der aktuellen dritten Generation vor allem Licht (IQ) und Cockpit (Innovison) bedeutet.

Wer nun auf dem Fahrersitz des Zwei-Tonners Platz nimmt und die Massagefunktion der AGR-Sitze aktiviert, verliert indes schnell das Gefühl der Schwere, das dem mit 4,88 Meter noch größerem Flaggschiff der VW-Flotte leicht anheftet.

Solo-Sechser

Nicht schwerfällig, aber doch sprunghaft agiert die Achtgang-Tiptronic, die den bisher einzig verfügbaren Sechszylinder in Schwung hält. So bleiben die 286 PS im sonst sehr gut gedämmten Groß-SUV stets hörbar. Dies stört allerdings wenig, denn - wir kommen zum Cockpit - die Konzentration bindet fast automatisch das 15-Zoll-Riesen-Display, das für die Marke den Weg ins neue Bedienkonzept weist (Stichwort: Innovationsträger).

Das exzellente Navi im Cockpit (2.941 Euro) samt dem Head-up-Display (1.092 Euro) macht ein Verfahren nahezu unmöglich. Wobei der Offroader durchaus großzügig die Grenzen definiert. Noch härter im Nehmen wird der im kommenden Jahr verfügbare V8 sein, dank 421 Pferdestärken. In diesem Jahr gesellt sich zum erwähnten 3,0-Liter-TDI, der nach Euro 6 Temp Abgase reinigt, ein 231-PS-Diesel sowie ein 3,0-Liter-TSI mit 340 PS.

Ganz viel Platz

Da wie erwähnt auch die Maße des Wolfsburgers wuchsen (7,7 Zentimeter länger und 4,4 Zentimeter breiter; nun 1,98 Meter), sind praktische Helfer gern gesehen. Zum Beladen des deutlich üppigeren Kofferraums (plus 113 Liter auf 810 Liter; maximal: 1.800 Liter) senkt sich beispielsweise das Heck per Knopfdruck um 40 Millimeter.

Die verantwortliche Luftfederung sorgt indes im Sportmodus für etwas mehr Bodennähe (minus 15 Millimeter) oder im Offroadmodus für mehr Beinfreiheit (plus 70 Millimeter). Praktisch ist auch die Allradlenkung, die bei Citytempo (bis 37 km/h) die hinteren Räder gegenläufig einschlagen lässt, was den Wendekreis um einen Meter verkürzt. Um Reaktionsvermögen geht es auch beim zweiten großen Thema des Touareg 2018: dem LED-Matrix-Licht. Maximale Ausleuchtung im stets passenden Blickwinkel (größer in der Stadt, spitzer auf der Autobahn) heißt die Maxime, die deshalb beeindruckt, weil sie Außenstehende nicht blendet und auf Gefahren im Nachtsichtmodus hinweist.

Aufpreise

Sparsam ist der Touareg, der mittlerweile fast zu 50 Prozent aus Aluelementen gefertigt wird, eigentlich nur beim Gewicht, wenn man es mit dem Vorgänger vergleicht, der 106 Kilogramm mehr auf die Waage brachte. Auf dem Testparcours, der über 200 Kilometer vor allem kurvenreiche Landstraßen kannte, wurden im Schnitt gut 8,2 Liter verbraucht. Als klassisches Zugfahrzeug mit maximal 3,5 Tonnen am Haken wird es natürlich mehr werden. Ein sinnvolles Mehr an Features wie Head-up-Display, Park Assist samt Rückfahrkamera, ACC samt Fahrassistenten, 4-Zonen-Climatronic, IQ-Licht und dem Innovision Cockpit erhöht den Grundpreis um 9.300 Euro.

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