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Ausgabe 03/2020

Starthilfe für Stromer

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© AUTOFLOTTE

Richtig ins Rollen kommen Elektro-Transporter noch nicht. Das soll sich mit höheren Förderungen und neuen Modellen jetzt ändern.

Bei Transportern sind nach wie vor Diesel-Modelle Kundes Liebling. Verglichen mit denen schlägt die Anschaffung eines Elektro-Transporters nämlich weiterhin ungleich teurer zu Buche. Ein gehöriges Maß an Umweltbewusstsein ist daher Pflicht, um in der Bestellliste das Kreuz an entsprechender Stelle zu tätigen. Das muss sich ändern, wie auf dem Autogipfel im November vergangenen Jahres beschlossen wurde. Dafür sollen unter anderem die bislang wenig erfolgreichen Kaufprämien für Elektro-Fahrzeuge verlängert und aufgestockt werden. So darf man bei der Anschaffung eines E-Transproters mit einem Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro künftig mit 6.000 anstatt der bisher üblichen 4.000 Euro Unterstützung rechnen, die sich Staat und Hersteller je zur Hälfte teilen. Das ist auch rückwirkend für erstmals zugelassene Elektro-Pkw nach dem 4. November 2019 beschlossene Sache.

In der Riege bis 40.000 Euro präsentiert sich das Angebot an Elektro-Lieferwagen am breitesten aufgestellt. Neben dem Nissan e-NV200, dem Renault Kangoo Z. E. und den Transporter-Zwillingen Citroën Berligo/Peugeot Partner Electric fallen nach der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) auch die Fahrgestellversionen (allerdings ohne Aufbau) von Streetscooter in diese Kategorie. Vielen Kunden in der Transportbranche dürften die City-Lastesel allerdings ein zu geringes Transportvolumen bieten. Ausnahme: der 10,2 Kubikmeter fassende Maxus EV80. Den 5,70-Meter-Transporter importiert Maske Fleet aus China.

Freundlich ausgedrückt (noch) überschaubar fällt das Angebot in dieser Kleintransporter-Klasse aus. Zwar haben viele Hersteller Entsprechendes angekündigt, gelistet ist neben dem günstigen Maske-Import bislang nur der Mercedes-Benz E-Vito. Ladekapazität: immerhin bis zu 6,6 Kubikmeter. Preis: ab 44.990 Euro aufwärts.

4.000 bis 65.000 Euro Listenpreis

Wodurch der Daimler in die nächsttiefere Förderungskategorie fällt, die künftig mit 4.000 Euro bezuschusst wird - auch hier teilen Hersteller und Staat die Kosten unter sich auf. Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von mehr als 65.000 Euro fallen völlig durchs Raster, wie beispielsweise der Iveco Daily Electric. Gleiches galt bislang für die nahezu baugleichen E-Transporter E-Crafter und E-TGE von VW beziehungsweise MAN. Riefen beide Hersteller für den 10,7 Kubikmeter fassenden Kastenwagen bislang 69.000 Euro auf, senkten sie kürzlich den Listenpreis um mehr als 15.000 auf nun 53.900 Euro ab. Damit rutschen beide nicht nur auf die Bafa-Liste. Es wird für den Kunden auch einfacher, die Anschaffung über die Jahre mittels geringerer Service- und Kraftstoffkosten zu einem Diesel zu kompensieren. Im Fall des VWs kostet ein vergleichbarer Diesel-Crafter aber immer noch rund 20.000 Euro weniger als die E-Version. Das kann auch die Steuerbefreiung von zehn Jahren auf E-Fahrzeuge schwer ausgleichen.

Ähnlich sieht es mit der bislang einzig weiteren gelisteten Alternative aus. Der als Fahrgestell oder Kastenwagen erhältliche Renault Master Z. E. ist ab 59.900 Euro in der 7,75-Kubikmeter-Variante zu haben, der vergleichbare Diesel ab 29.640 Euro. Noch nicht auf der Bafa-Liste steht der neue E-Sprinter von Mercedes-Benz, der noch im Frühjahr ausgeliefert werden soll. Das liegt daran, dass die Stuttgarter noch keine genauen Preise nennen. Er soll aber definitiv förderfähig sein, so der Tenor vom Daimler.

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