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Tempolimit wird kommen, der A1 möglicherweise verschwinden

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Audi-Chef Markus Duesmann glaubt nicht mehr daran, dass sich ein Tempolimit in Deutschland verhindern lässt.
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Audi-Chef Duesmann glaubt nicht mehr daran, dass die Branche ein Tempolimit verhindern kann. Daneben äußert sich der Manager auch zum Abschied vom Verbrennungsmotor, zur Zukunft des Audi A1 sowie zur Wiederbelebung eines historischen Audi-Geschäftsgebiets.

Audi-Chef Markus Duesmann rechnet aus politischen Gründen mit einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen. "Ein Tempolimit hat einen CO2-Effekt, das lässt sich nicht wegdiskutieren", sagte Duesmann in einem Medienbericht. Er würde das "nicht begrüßen", denn "intelligente, vernünftige Lösungen" seien besser als Verbote: "Zum Beispiel bieten Digitalisierung und Verflüssigung des Verkehrs noch enorme Einsparpotenziale", sagte der Audi-Chef, der zugleich Technik-Vorstand des Volkswagen-Konzerns ist. "Ich freue mich nicht auf ein Tempolimit, aber ich glaube, dass es kommen wird."

Laut dem Bericht arbeitet Audi derzeit an einem Zeitplan für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Für jedes Werk würden Zeiträume festgelegt, abhängig vom Markterfolg der Elektroautos. Spätestens 2035 wolle Audi nur noch Autos mit E-Motor anbieten.

Zukunft des Audi A1 fraglich

Darüber hinaus steht der Kleinwagen A1 auf der Kippe. In diesem Segment ist der VW-Konzern nach Ansicht des Audi-Chefs bereits gut vertreten. "Das wird auf jeden Fall diskutiert", sagte Duesmann. Zudem sind die Zulassungszahlen des A1 seit dem Höchstand im Jahr 2012 (29.446 Fahrzeuge) fast durchgehend im Sinkflug. Daran konnte auch die neue Generation ab Herbst 2018 wenig ändern: Von 2018 auf 2019 stiegen die Zulassungszahlen lediglich von 17.965 auf 18.503 Fahrzeuge.

Zum Vergleich: 2017 wurden noch 21.458 Fahrzeuge der alten Generation zugelassen. Dass sich der Trend im Corona-Jahr 2020 geändert hat, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Bis Ende November kam der A1 lediglich auf 12.542 Einheiten (Zahlen für das Gesamtjahr liegen noch nicht vor). Wohl auch vor diesem Hintergrund will sich Audi künftig auf größere Fahrzeuge konzentrieren: "Wir werden nicht nur eine Verschiebung nach oben haben, sondern in jedem Segment Highlights setzen", so Duesmann.

2024 erstes Fahrzeug mit neuem Artemis-Bordnetz geplant

Mit dem Artemis-Projekt will er ein völlig neues Bordnetz für viele Fahrzeuge im VW-Konzern entwickeln und E-Autos schnell an den Start bringen. Das erste Artemis-Modell soll ein Audi sein und 2024 auf den Markt kommen. Duesmann sagte, dabei gehe es um "hoch und vollautomatisiertes Fahren und ein neues Raumgefühl": Das sei der Luxus der Zukunft.

Duesmann, der privat über 20 Motorräder besitzt, denkt auch über einen Einstieg der Marke Audi in den Motorradmarkt nach. "Vielleicht wird Audi ein Zweirad im Angebot haben. Mit der Marke DKW hat unser Unternehmen eine große Zweiradgeschichte", sagte er. "Außerdem haben wir das Unternehmen Ducati, das zu Audi gehört." (dpa / aw)

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