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Leasing und Fahrzeugbeschaffung im Jahr 2021

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Stefan Behringer, Sales Manager National bei Dataforce
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Dataforce hat eine aktuelle Leasing-Analyse durchgeführt. Demnach sind signifikante Änderungen hinsichtlich der Fahrzeugbeschaffung zu beobachten.

Ein Gastbeitrag von Stefan Behringer, Sales Manager National, Dataforce

Das Jahr 2020 ist voller Unwägbarkeiten gezeichnet und trifft dadurch natürlich Sie als Unternehmen sowie Fuhrparkleiter sehr stark. Aus unserer Sichtweise als Marktbeobachter und durch die intensiven Gespräche mit den Verantwortlichen beobachten wir hier eine signifikante Änderung bei der Fahrzeugbeschaffung.

Unsere aktuelle Dataforce Leasing-Analyse, bei der wir die Informationen aus über 17.000 telefonischen Interviews gesammelt und zusätzlich 900 Personen befragt haben, bestätigt den subjektiven Eindruck. Der Kostendruck ist generell hoch, viele Branchen leiden besonders unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und andere sind indirekt abhängig über Lieferketten.

Die Lösung aus dieser Lage sehen viele nicht zwangsläufig in der Reduzierung der Firmenfahrzeuge, sondern sie richten eher den strengen Blick auf TCO und direkte Fahrzeugkosten. So ist auch die Erwartungshaltung einiger Dienstwagenfahrer bei der nächsten Wahl des Dienstwagens. Doch was bedeutet dies konkret für die Zukunft?

Einschneidende Veränderungen im Fuhrpark erwartet

Bei unserer Nachfrage im Markt, in Bezug auf die Leasingverträge, erwarten interessanterweise exakt 33 Prozent der Fuhrparkleiter, aber auch der gleiche Anteil an Dienstwagenfahrer, einschneidende Veränderungen im Fuhrpark. Diese von uns befragten Flottenverantwortlichen rechnen weniger mit einem Downsizing der Modelle oder Reduktion des Fuhrparks, hier ist eher die Reduktion der Laufleistung und die längere Nutzungsdauer im Fokus (Abbilding 1). Interessant ist die Sichtweise der Dienstwagenfahrer. Hier können sich bereits über 50 Prozent vorstellen, auch auf ein kleineres Modell zu wählen oder auf andere Mobilitätsformen umzusteigen (Abbildung 2)! Wenn die wirtschaftliche Situation im Unternehmen sich verschlechtert hat, ist man möglicherweise auch als leitender Angestellter bereit, von einem Standard-Mittelklassemodell vielleicht im nächsten Jahr auf ein voll ausgestattetes Kompakt-SUV umzusteigen.

Doch was sagt das über die bisherige Entwicklung im Leasingmarkt 2020 aus? Kumuliert haben wir im Pkw-Flottenmarkt einen Rückgang einschließlich Oktober von 16,5 Prozent zu verbuchen. Hier wurden also schon stark Investitionen zurückgehalten beziehungsweise wurde die Haltedauer von bestehenden Fahrzeugen verlängert. Generell sind die Leasinganteile in den letzten Jahren leicht steigend gewesen. Besonders im letzten Jahr gab es bei den großen Pkw-Flotten, welche in der Regel auch kürzere Vertragslaufzeiten haben, einen hohen Anstieg auf 73 Prozent. Der Leasinganteil, verteilt auf fast alle Flottengrößen, ist 2020 erstmals wieder leicht gesunken. Auch das hohe Niveau der Großflotten hat sich wieder etwas relativiert. Bei den kleineren Flotten hält sich Leasing weiterhin konstant als attraktive Möglichkeit, um von der Kostenstruktur planbar seine Fuhrparkkosten im Griff zu haben. (Abbildung 3) Aus meiner Sicht kein Wunder, da es weiterhin sehr attraktive Leasingangebote im Gewerbebereich für alle Fahrzeugsegmente gibt, die aus reiner Kostenbetrachtung heraus einen Kauf wirtschaftlich völlig unattraktiv machen.

Leasingverträge lukrativ für Leasinganbieter

Bleibt die Wahl nach dem passenden Leasingpartner. Wie steht es um die Auswahl der Leasinganbieter und wie fällt die Entscheidung aus, welche Services in den Vertrag aufgenommen werden und welche nicht? Jeder Leasingvertrag mit einem Werkstattservice ist durch die Rahmenvereinbarungen lukrativ für den Leasinganbieter und bietet Ihnen als Fuhrparkmanager eine stressfreie Zeit, ohne dass Sie mit Ihren Dienstwagenfahrern Werkstatttermine oder Abrechnungen koordinieren müssen. Gleiches gilt für den Reifenservice oder beispielsweise die Schadensabwicklung. Beim Serviceleasing im Fuhrpark wird fast immer der Werkstattservice (95 Prozent) und sehr oft der Reifenservice (56 Prozent) dazu genommen, aber auch die Sicherheit eines Ersatzwagens ist eine nicht unwichtige Komponente des Leasingvertrags.

Wenn wir uns die Marktdurchdringung der Anbieter anschauen, finden Sie in mehr als jeder zweiten Flotte die Leasinggesellschaft des größten deutschen Volumenherstellers wieder, gefolgt von den Hausgesellschaften aus Stuttgart und München. Die Non-Captive-Gesellschaften folgen erst weiter hinten, dies jedoch nur betrachtet über alle Fuhrparkgrößen hinweg. Hier ist die herstellerübergreifende Expertise bei verschiedenen Marken in Kombination mit einem hohen Serviceanspruch Trumpf. Bei den Großflotten finden wir Alphabet an erster Position, gefolgt von ALD und Athlon

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Jetzt haben Sie viele Fakten zur aktuellen Lage beim Flottenleasing gelesen, doch wohin wird die Reise gehen?

Generell ist es selbstverständlich abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Situation und in wie weit auf Grund dessen Investitionen zurückgehalten werden. Aber auch die künftige Wahl der Antriebsart wie der Plug-in Hybrid oder das reine Elektroauto mit Vorteilen bei der Dienstwagenbesteuerung, sind ausschlaggebend für die Finanzierungsform. Hier müssen die Restwerte und daraus folgend die Leasingraten stimmen, damit es attraktiv für das Unternehmen ist. Vor allem ist es wichtig, dass entsprechende Regelungen in der Car Policy vorhanden sind. Darüber hinaus werden sicherlich Langzeitmieten und Autoabos eine stärkere Rolle spielen, da die Flexibilität dieser Varianten nicht nur im Privatbereich an Attraktivität gewinnt (Abbildung 4).

Wir sehen trotz der aktuellen Lage einer weiterhin positiven Entwicklung im Leasingmarkt entgegen, insbesondere da die Anforderungen bei den Fuhrparkverantwortlichen weiter steigen und hierzu kreative und substanzielle Serviceansätze willkommen sind. Das alles wird das Konzept des Produktes "Leasing" im Kontext der TCO weiter nach vorne bringen.

Nähere Informationen und die Bestellmöglichkeit zur aktuellen Leasing-Analyse 2020, mit den Zusatzoptionen Laufleistung und Privatleasing, finden Sie unter https://www.dataforce.de/leasing-analyse-2020/

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