KI-Schlager zu Fasching: Wenn Verkehrsrecht auf Algorithmus-Musik trifft

12.02.2026 17:08 Uhr
KI generiertes Bild von drei imaginären Schlagersängern die schlimm aussehen
Reimund, Glenn und Erwin, so die erfundenen Namen der erfundenen KI-Schlagerstars der Kanzlei Voigt.
© Foto: Kanzlei Voigt

Passend zur närrischen Jahreszeit sorgt eine deutsche Verkehrsrechtskanzlei für Aufsehen – allerdings nicht mit Büttenreden, sondern mit einem KI-generierten Schlagersong.

Die Kanzlei Voigt hat mit „Gerechtsverkehr" einen (selbsternannten) Ohrwurm veröffentlicht, der rechtliche Aufklärung und moderne Technologie auf ungewöhnliche Weise verbinden möchte. Zur Faschingszeit, in der bekanntlich vieles etwas bunter und lauter werden darf, passt diese knapp drei minütige Marketing-Offensive durchaus ins Bild.

Aufklärung statt Akquise

"Wir möchten Autofahrerinnen und Autofahrer auf ihre Rechte aufmerksam machen – besonders bei unverschuldeten Verkehrsunfällen. Viele Betroffene wissen nicht, dass sie in solchen Fällen Anspruch auf anwaltliche Unterstützung haben – auch ohne Rechtsschutzversicherung“, erklärt Henning Hamann, geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei Voigt, die in 28 Städten in Deutschland vertreten ist. Nach Erhebungen der Kanzlei erhalten Unfallopfer ohne anwaltlichen Beistand durchschnittlich 15 bis 20 Prozent weniger von der gegnerischen Versicherung, sei es bei Reparaturkosten, Wertminderung oder Schmerzensgeld.

Fuhrparkbranche im Fokus

Für Fuhrparkverantwortliche ist diese Information besonders relevant. Bei unverschuldeten Unfällen von und mit Firmenwagen kann die fehlende Kenntnis der Rechtslage zu erheblichen finanziellen Einbußen führen. Die korrekte Abwicklung von Unfallschäden – von der Wahl des Gutachters über die Geltendmachung von Nutzungsausfall bis zur Durchsetzung merkantiler Wertminderung – erfordert verkehrsrechtliche Expertise, die viele Flottenmanager nicht vorhalten können.

Kontroverse um KI-Musik: Kunst ohne Künstler?

Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der die Musikbranche heftig über KI-generierte Songs debattiert. Streaming-Dienste wie Spotify sehen sich zunehmend mit Fragen konfrontiert: Verdrängt algorithmisch erzeugte Musik echte Künstler? Wie sollen Lizenzgebühren verteilt werden, wenn kein Musiker mehr beteiligt ist? Kritiker warnen vor einer Flut qualitativ minderwertiger Inhalte, die nur dazu dienen, Playlists zu füllen. Befürworter hingegen betonen die Demokratisierung der Musikproduktion und die kreativen Möglichkeiten der Technologie. Die Kanzlei Voigt nutzt diese technologische Entwicklung nun gezielt für Kommunikationszwecke – und zeigt, dass KI-Songs auch jenseits der Musikindustrie Einsatzfelder finden.

Unkonventionelle Kommunikation mit Strategie

Mit dem von der fiktiven Band „Die Regler" interpretierten Song und dem dazugehörigen Musikvideo bricht "Voigt regelt" bewusst mit den gewohnten Kommunikationsmustern der Rechtsbranche. "Wir zeigen, dass unsere Branche trotz aller Seriosität auch Spaß machen kann", so Hamann. Ergänzend zum Song auf Spotify und Apple Music bietet die Kanzlei über die Website gerechtsverkehr.de Merchandise an – darunter auch "Bremsspur-Badehosen“. Die Erlöse fließen vollständig an die Stiftung Kinderträume von ETL, einer Firmengruppe, zu der auch Kanzlei Voigt gehört..

HASHTAG


#Fuhrpark

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