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Lautloses Paketzustellen durch E-Transporter

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor dem Elektrotransporter Daily Electric von Iveco. Drei Stück davon setzt DHL in Berlin ein.
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Der Paketdienst der Deutschen Post hat drei Daily Electric von Iveco in Berlin in Betrieb genommen.

Ab sofort liefert der Kurierdienst DHL Pakete in der Berliner Innenstadt mit drei elektrisch betriebenen Paketfahrzeugen aus. Dabei handelt es sich um das Modell Daily Electric von Iveco. Gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft will DHL damit die Alltagstauglichkeit von Elektro-Transportern erproben. Die Bundesregierung fördert das Projekt E-Stadtlogistik im Rahmen der "Modellregion Elektromobilität Berlin/Potsdam" mit 291.000 Euro. Bundesweit stellt das Bundesministerium für Verkehr für acht Modellregionen Elektromobilität rund 130 Millionen Euro zur Verfügung. Die Elektro-Transporter seien so leise, dass sie sogar nachts oder in den frühen Morgenstunden Pakete ausliefern könnten, ohne schlafende Anwohner zu stören, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei der Fahrzeugübergabe. "Wir wollen Projekte, die nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße funktionieren", sagte Ramsauer. Aufgrund der häufigen Stopps würden konventionelle Nutzfahrzeuge gerade in dicht besiedelten Stadtteilen überdurchschnittlich hohe Emissionen erzeugen. Ziel des Projekts E-Stadtlogistik sei es daher, die Möglichkeiten von elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen im innerstädtischen Lieferungsverkehr zu erforschen. Mit den Erhebungsdaten sollen unter anderem Lade- und Betriebszyklen von E-Fahrzeugen verbessert werden. Komplette Akkuladung dauert acht Stunden Bei den Daily Electric handelt es sich um 3,5-Tonner (82 PS) von Iveco, die auf dem einzelbereiften Fahrgestell mit Normalfahrerhaus (Daily 35 S) basieren. Eine Kupplung oder ein Getriebe gibt es nicht. Die Schaltung kommt ähnlich wie ein Automatikgetriebe mit den Positionen vorwärts, neutral und rückwärts aus. Den Strom liefern zwei Zebra-Batterien (Natriumchlorid-Nickel-Technologie). Die abgedichteten Stromspeicher erzeugen keine Abgase und benötigen keine Wartung, sie können an einer 380-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Ein kompletter Ladevorgang dauert rund acht Stunden. Beladen seien die Paketfahrzeuge bis zu 70 km/h schnell, das Tempo sei zugunsten längerer Einsatzzeiten elektronisch begrenzt. Die Elektro-Transporter verfügen über Servolenkung, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Innenraumbeleuchtung sowie ABS. Je nach gewünschter Reichweite und Fahrzeugtyp verfügt der Daily Electric über zwei, drei oder vier Zebra-Batterien. Die Akkus, von denen jeder 200 Kilogramm wiegt, befinden sich außerhalb des Laderaums und gut geschützt im Leiterrahmen des Fahrzeugs. Die Reichweite mit einer Batterieladung liegt zwischen 90 und 130 Kilometer im Stopp-and-Go-Modus. Das sei weit mehr als die typische durchschnittliche Tagesleistung im innerstädtischen Lieferverkehr, hieß es in einer Mitteilung. So legten die drei neuen DHL-Paketfahrzeuge auf ihren Liefertouren in Berlin nur etwa 35 Kilometer am Tag zurück. (sn)

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2 Kommentare

1 09.02.2011 G. Wagner

Sehr interessant. Schade, dass erst so wenig der Modelle unterwegs sind. Langschläfer wie ich freuen sich über jedes Auto, das morgens keinen Lärm mehr macht. Und sauberer ist es ja ohnehin, Elektromotoren in Autos zu verbauen. Fahrzeuge, die den ganzen Tag unterwegs sind, wären für mich ein sehr sinnvoller Anfang, Elektromobilität sinnvoll zu nutzen. Ich selber informiere mich auf http://www.fahrradmitmotor.de/ indessen gerade über ein Elektrofahrrad. Hier spielt für mich aber hauptsächlich der Fahrkomfort eine Rolle, weniger die Lärmreduktion!

2 20.01.2011 R. Müller

ZEBRA war doch aber meines Wissens "Natrium-Nickelchlorid". Ansonsten begrüße ich die Elektrische Mobilität der DHL in Berlin. Bitte ausbauen!


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