suchen
Elektroautos

ADAC fordert mehr Vielfalt

1180px 664px
Der ADAC fordert mehr Vielfalt bei E-Autos und den Ausbau der Ladesäulen.
©

Der ADAC begrüßt die erweiterte Kaufprämie für E-Autos. Damit mehr Menschen auf Elektroautos umsteigen, müsse zusätzlich das Angebot an Fahrzeugen erhöht und die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden.

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hat die ausgeweitete Kaufprämie für Elektro-Autos begrüßt. "Aus Sicht des Verbrauchers ist es wichtig, dass die Förderung schnell und unbürokratisch fließt", sagte Hillebrand den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Seit Mittwoch können Elektro- und Hybridfahrzeuge mit bis zu 6.000 Euro bezuschusst werden.

Allerdings sei die Bezahlbarkeit nicht das einzige Argument für einen Fahrzeugkauf, mahnte Hillebrand. "Damit mehr Menschen auf E-Autos umsteigen, ist es wichtig, dass die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge weiter steigt." Hersteller müssten ihre Modellangebote vielfältiger gestalten. Der Staat müsse zudem beim Ausbau der Infrastruktur vorankommen: "Die Akzeptanz für E-Autos wird nur dann wachsen, wenn die Möglichkeiten besser werden, das Fahrzeug zu Hause und am Arbeitsplatz zu laden", sagte Hillebrand.

Seit Mittwoch gelten neue Kaufprämien für mehr als 250 Modelle - für rein elektrische Fahrzeuge wie für Plug-in-Hybride. Auch rückwirkende Anträge sind möglich für Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden. Die Bundesregierung hatte die höhere Förderung bereits im September in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen.

Laut Wirtschaftsministerium kostet die höhere Prämie bei einer Laufzeit bis 2025 insgesamt 4,18 Milliarden Euro. Die Industrie beteiligt sich zur Hälfte an dem sogenannten Umweltbonus, der Staat zahlt die andere Hälfte. Allerdings verrechnen die Hersteller ihren Beitrag häufig mit Rabatten, die sie üblicherweise ohnehin geben. Eine Kaufprämie für Elektroautos gibt es bereits seit mehr als drei Jahren, sie brachte bisher aber nicht den gewünschten Erfolg.

Warnung vor Datenschutzproblemen

Zudem fordert der Autoclub für Autofahrer ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Daten aus ihren Autos und klare gesetzliche Regelungen. Es gehe um die grundsätzliche Datenhoheit der Bürger und um Wettbewerbsgerechtigkeit, sagte ADAC-Vorstand Dieter Nirschl der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit verfügen dem Automobilclub zufolge nur die Fahrzeughersteller über in einem Fahrzeug gesammelte Daten, die Rückschlüsse auf das Fahrverhalten zulassen und an Dritte weitergegeben können. "Das widerspricht unseren Vorstellungen von Transparenz und Datensicherheit", kritisierte Nirschl. Es gehe um Geld, dabei brauche es erfahrungsgemäß "klare gesetzliche Vorgaben".

Der ADAC fordert das Recht für Fahrer oder Autobesitzer, alle Daten, die Hersteller aus der Ferne nutzen können, auch an unabhängige Dienstleister weiterzugeben. Davon ausgenommen sollen demnach nur bestimmte Datensätze sein, wie etwa das automatische Notrufsystem eCall oder Softwareupdates für die IT-Sicherheit des Autos.  

Am Mittwoch hatte die EU-Kommission ihre Pläne für umfassende Digitalreformen vorgestellt. Daten sollen innerhalb der EU einfacher ausgetauscht werden können. (dpa)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema ADAC:





Fotos & Videos zum Thema ADAC

img

ADAC-Test Blendgefahr durch LED-Scheinwerfer

img

ADAC Crashtest Legoautos

img

ADAC Winterreifentest 2019 Kleinwagen und Vans

img

Opel Corsa‑e.(Kundensport)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Fachbeitrag, Teil 1

Fuhrparkmanagement in Zeiten der Corona-Krise

Worauf sollten Fuhrparkmanager angesichts der Corona-Krise verstärkt achten? Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement, widmet sich im...


img
Autobanken

Die Vertreibung aus dem Paradies

Mit Leasing- und Kreditverträgen vergolden sich die Autokonzerne ihre Bilanzen. Gewöhnlich. Die Kehrseite der Medaille: In der Krise stehen plötzlich mehr Risiken...


img
Autotechnik

Fit für den E-Transporter

Die Elektromobilität macht auch vor dem Güterverkehr nicht Halt. MAN hat sowohl einen E-Transporter als auch einen E-Lkw im Angebot. Wie das Wartungskonzept für...


img
VW-Dieselskandal

Fast 200.000 Kunden registrieren sich für Vergleichsangebote

Viele Teilnehmer der Diesel-Musterklage gegen VW sind an einem Vergleich interessiert. Je nach Modell und Alter des Fahrzeuges will der Autobauer zwischen 1.350...


img
DAT-Analyse

Ein letzter Blick zurück auf den Normalmarkt

Wer eine Entwicklung, wie die momentane Krise, vermessen will, braucht einen Anfang. Am besten auch ein Ende, aber das ist wohl noch schwer abzuschätzen. Als Startpunkt...