suchen
Elektroautos

Fuhrparkverband sieht Subventionen kritisch

1180px 664px
Marc-Oliver Prinzing: Die politischen Pläne sind bisher wenig realistisch.
©

Der BVF spricht sich gegen die aktuellen Forderungen nach einer E-Auto-Quote aus. Stattdessen sollte es ein ökologisch ausgerichtetes Anreizsystem für alternative Antriebe geben.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) sieht die aktuellen Forderungen nach einer E-Auto-Quote und weiteren Zuschüsse kritisch. Stattdessen plädiert die Organisation für ein ökologisch ausgerichtetes Anreizsystem für alternative Antriebe. Um Emissionen zu reduzieren, sollte der "beste Weg, die besten Alternativen gefunden werden", erklärte der BVF am Dienstag. "Eine einseitige Konzentration auf eine Antriebsart kann nicht die Lösung sein. Wir haben nichts dagegen, wenn die deutsche Automobilindustrie in der E-Technologie führend agiert. Doch derzeit ist die Elektromobilität noch nicht die beste Alternative."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte unlängst eine Kaufprämie für Elektroautos gefordert. Neben steuerlichen Anreizen sprach sie sich für eine Kombination aus einer verpflichtenden Quote für E-Fahrzeuge verbunden mit einem staatlichen Kaufzuschuss aus.

Rund 19.000 Elektrofahrzeuge sind in Deutschland zugelassen. Auf niedrigem Niveau bedeutet das ein Plus von über 50 Prozent zum Vorjahr. "Dennoch muss die Bundesregierung ihr Ziel, bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, wohl abschreiben. Sie liegt erst bei 1,9 Prozent Zielerfüllung und weniger als fünf Jahre bleiben. Utopisch", so der BVF.

Kostenfrage

"Insgesamt soll der Markt mit 2,4 Milliarden Euro subventioniert worden sein. Das entspräche mehr als 120.000 Euro pro zugelassenem Fahrzeug. Es wäre besser, wenn die Bundesregierung einer Million Bürgern ein Elektrofahrzeug schenkt. Dann wären die Ziele erreicht und das würde bei einem Durchschnittspreis von 30.000 Euro 'nur noch' 30 Milliarden Euro kosten", sagte BVF-Chef Marc-Oliver Prinzing.

Zudem bleibe unklar, wie eine verbindliche Quote in der Marktwirtschaft funktionieren solle. Prinzing: "Soll der Industrie vorgegeben werden, wie viele Benziner sie bauen dürfen. Oder werden wir im Handel bald mit Schildern begrüßt: 'Bis Ende des Jahres nur noch E-Autos!'? Auch das hört sich alles andere als realistisch an." (se)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema E-Mobilität:





Fotos & Videos zum Thema E-Mobilität

img

Ford Explorer (2020)

img

Fleet Meeting 2019

img

Nissan IMQ Concept

img

Audi Q4 e-tron Concept

img

Autoplattformen der Zukunft

img

Messeübersicht CES 2019


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2019 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Mercedes-AMG CLA 35 4Matic

Der Nächste, bitte!

Die Mitglieder der neuen A-Klasse-Familie werden der Reihe nach mit AMG-Weihen gesegnet. Nächster in diesem Reigen ist der CLA als 35 4Matic.


img
Community4you

Expansion nach Osteuropa

Community4you, Business-Software Hersteller für Fuhrpark- und Leasingmanagement, setzt seine Wachstumsstrategie fort und expandiert nach Georgien.


img
DAT Diesel-Barometer

Weiter hoher Dieselanteil in Fuhrparks

Mindestens acht von zehn Pkw im Fuhrpark sind Selbstzünder. 84 Prozent der Fuhrparkleiter haben ihre Bestellungen von Diesel-Pkw nicht reduziert. Zu diesem Ergebnis...


img
Mercedes-Benz Bank

Benedikt Schell wird neuer Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat der Mercedes-Benz Bank hat Benedikt Schell zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Er folgt am 1. Juni auf Franz Reiner, der zeitgleich den Vorstandsvorsitz...


img
Deutscher Städtetag

Kommunen sollen City-Maut erproben können

Lärm und schlechte Luft, verstopfte Straßen und Gefahr für Radfahrer und Fußgänger: In vielen Innenstädten macht der Autoverkehr den Menschen zu schaffen. Die Berliner...