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Emissionsvorgaben

Neuwagen stoßen deutlich weniger CO2 aus

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Den meisten Herstellern ist es 2020 gelungen, ihren prozentualen CO2-Ausstoß zu senken.
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Die verschärften CO2-Vorgaben zeigen Wirkung: Die Autohersteller haben ihren CO2-Ausstoß hierzulande im vergangenen Jahr merklich reduziert.

Die im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassenen Autos stoßen deutlich weniger CO2 aus. Der Kohlendioxid-Ausstoß sank im Schnitt um elf Prozent im Vergleich zu 2019, doch je nach Marke gibt es große Unterschiede, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Betrachtet man nur Marken mit mindestens 100.000 Neuzulassungen, ergeben sich die deutlichsten Rückgänge bei Renault mit 23,6 Prozent, Hyundai mit 17,1 und Mercedes mit 15,7 Prozent.

Auch Opel mit 15,6, VW mit 12,5, Audi mit 11,8 und BMW mit 11,2 Prozent Rückgang schneiden etwas besser ab als der Durchschnitt. Ford liegt mit einer Reduktion um 10,7 Prozent minimal schlechter als der Durchschnitt, Skoda mit 8,3 und Seat mit 4,4 Prozent deutlicher. Die einzigen Ausreißer, deren Emissionen 2020 zugenommen haben, sind Fiat mit einem deutlichen Plus von 35,4 Prozent und Citroën mit einem Zuwachs von 12,4 Prozent. Deren Zulassungszahlen hierzulande liegen mit 89.150 (Fiat) und 48.950 (Citroën) Einheiten allerdings unter 100.000 Einheiten.

Die prozentuale Reduktion in Deutschland sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob Hersteller ihre CO2-Ziele erreichen. Zum einen sind dafür nicht nur die deutschen Zahlen entscheidend, und die Ziele unterscheiden sich von Marke zu Marke. Zum anderen berücksichtigt dies nicht frühere Verbesserungen. So kommen unter den drei großen Premiumherstellern Mercedes, BMW und Audi zwar die Stuttgarter auf die größte Verbesserung, den niedrigsten Durchschnittswert weisen allerdings die Münchner auf.

Renault an der Spitze

Den niedrigsten durchschnittlichen CO2-Ausstoß unter den Marken mit mindestens 100.000 Neuzulassungen wies laut KBA-Zahlen Renault mit 101,2 Gramm pro Kilometer auf, den höchsten Audi mit 149,3 Gramm.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer führt die Rückgänge insbesondere auf Elektroautos und Plug-in-Hybride und deren erhöhte Förderung zurück. "Die bringen die Zahlen runter", sagte er. Davon profitierten auch die deutschen Premiumhersteller. "Gerade im Dezember gab es noch einmal einen kräftigen Endspurt bei vielen Marken", sagte er. (dpa/aw)

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