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Fahrbericht Skoda Octavia Combi Scout

Elegant statt kernig

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Wer den Octavia in der "Scout"-Variante bestellt, muss kein Förster sein. Der Skoda kann aber auch schlechte Wege.
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Beim neuen Skoda Octavia Combi Scout erinnert nur noch wenig an einen Offroader. Das liegt nicht nur am nur noch optionalen Allradantrieb.  

Von Holger Holzer

In der neuen "Scout"-Variante wird aus dem Preis-Leistungs-Sieger Skoda Octavia Combi ein echter Landstraßen-Souverän. Vor allem, wenn man den stärksten Diesel und Allradantrieb wählt. Mit 41.230 Euro ist die bisherige Top-Variante der Baureihe dann aber auch fast doppelt so teuer wie das Basismodell.  

Mit dem "Scout"-Label versieht Skoda schon seit Jahren die kernig gestalteten Varianten seiner Allradautos. Für den neu aufgelegten Octavia Scout haben die Tschechen das Rezept ein wenig verwässert: Erstmals sind auch Varianten mit Frontantrieb zu haben. Den 2,0 Liter großen Vierzylinderdiesel mit 147 kW / 200 PS gibt es allerdings ausschließlich als 4x4-Modell und mit Automatik. Aktuell ist der stärkste Motor der Baureihe zudem ausschließlich in dem "Scout"-Modell zu haben, was die herausgehobene Stellung des Spitzenmodells noch einmal unterstreicht.  

Wer den Octavia in der "Scout"-Variante bestellt, muss kein Förster sein. Das Offroad-Design fällt eher elegant als rustikal aus: Es gibt schmale Kunststoff-Planken an den Radhäusern, matt-metallene Zierelemente an den Stoßfängern, die nur noch dezent an einen Unterfahrschutz erinnern sowie Außenspiegelkappen im gleichen Ton. Dazu kommt eine um 1,5 Zentimeter höher gelegte Karosserie, was dank der serienmäßigen 18-Zoll-Felgen, die den entstandenen Zwischenraum geschmackvoll ausfüllen, aber kaum auffällt. Abgerundet wird das Optik-Upgrade noch mit ein wenig zusätzlichem Chrom-Schmuck und einer Dachreling, die keine spezielle Geländewagen-Ausstrahlung vermitteln. Unterm Strich passt der Octavia Scout in diesem Gewand genau so gut vor das Opernhaus wie auf den Acker. 

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Atmungsaktive Sitzbezüge

Die Spezialität im Innenraum sind Sitzbezüge aus dem Spezialmaterial Thermoflux, der besonders atmungsaktiv sein soll. Mangels Sommerhitze ließ sich das in unserem Fall nicht überprüfen. Insgesamt bleibt es aber auch im Cockpit bei dem eleganten Stil, den zumindest die höheren Ausstattungslinien des Skoda-Kombis ausstrahlen. Wer abwaschbare Oberflächen oder zusätzliche Haltegriffe sucht, muss zu einem Geländewagen greifen.  

Der große Diesel ist zwar mit Allradantrieb kombiniert. Der jedoch dient weniger zum Passieren schlechter Wegstrecken als dazu, das immense Drehmoment des Diesels zu bändigen. Der aus diversen VW-Konzernmodellen bekannte Vierzylinder ist ein echtes Kraftpaket und schickt seine 400 Nm bereits deutlich unterhalb der 2.000-Touren-Schwelle Richtung Straße. Keine sieben Sekunden braucht der Skoda aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 230 km/h möglich. Assistiert wird er dabei von einem serienmäßigen Siebengang-Dopplungsgetriebe, das im Alltag unauffällig und aufmerksam die richtigen Gänge bereitstellt. Lediglich bei plötzlichen Beschleunigungsbefehlen braucht es einen Augenblick, um seine Wellen, Kupplungen und Zahnräder korrekt zu sortieren. Glänzen kann der Antrieb vor allem bei gleichmäßiger Reisegeschwindigkeit auf Autobahn oder Landstraße, wo auch seine angenehm zurückhaltende Akustik gut hinpasst.  

Insgesamt vier Antriebsvarianten bietet Skoda für den Octavia Combi Scout an. Den Einstieg markiert der 1,5-Liter-Ottomotor mit 110 kW / 150 PS, den es außer in der handgeschalteten Variante (ab 27.571 Euro netto) auch mit Automatik (29.756 Euro netto) gibt. Beide Benziner sind ausschließlich mit Frontantrieb zu haben. Immer als Allrader und mit Automatik kommen die beiden 2,0-Liter-Diesel. Unterhalb des Top-Modells findet sich eine Ausführung mit 110 kW / 150 PS für 33.042 Euro netto. Die anderen aus dem normalen Kombi bekannten Antriebe gibt es nicht; dort startet das Angebot mit einem 81 kW / 110 PS starken Benziner (ab 19.302 Euro netto).

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