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IAA-Konzept als Erfolg

Münchner Messe wehrt sich gegen "kleinkarierte" Kritik

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Die IAA Mobility lockte im vergangenen September 400.000 Besucher aus 94 Ländern nach München.
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Für Messechef Klaus Dittrich liegt der Erfolg der ersten IAA-Ausgabe in der bayerischen Landeshauptstadt darin begründet, dass sie keine reine Autoshow mehr ist.

Die Münchner Messegesellschaft will den Protesten gegen die neu aufgelegte Auto- und Verkehrsmesse IAA in der bayerischen Landeshauptstadt nicht weichen. Die erste Münchner IAA Mobility im vergangenen August sei mit 400.000 Besuchern aus 94 Ländern "auf Anhieb die größte Mobilitätsveranstaltung der Welt geworden, weil sie keine reine Autoshow mehr ist", sagte Messechef Klaus Dittrich am Mittwochabend in München.

In Sachen medialer Reichweite habe die Veranstaltung mit 1,2 Milliarden Kontakten 2021 weltweit auf Platz drei hinter den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft gelegen. Dittrich: "Eine Werbung für die Stadt, die unbezahlbar wäre, die man sich gar nicht leisten könnte."

Ein Kernpunkt der Kritik an dem neuen IAA-Konzept war, dass die Autokonzerne ihre Stände auf den schönsten Plätzen der Münchner Innenstadt aufgebaut hatten. "Da ist die Diskussion, ob jetzt auf dem Königsplatz der Rasen kaputt gemacht wurde oder nicht, schon sehr kleinkariert", sagte Dittrich.

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Die Grünen und andere IAA-Gegner kritisieren unter anderem, dass die Innenstadt den Herstellern als Werbefläche zur Verfügung gestellt worden sei. München hatte sich in einem Wettbewerb gegen mehrere andere deutsche Städte als Veranstaltungsort durchgesetzt. Falls der Münchner Stadtrat vor der nächsten IAA 2023 die Autohersteller wieder aus der Innenstadt verbannen sollte, rechnet Dittrich damit, dass der Herstellerverband VDA mit der Veranstaltung umzieht. "Ich kenne mindestens sechs deutsche Städte, die sich die Hände reiben würden."

VDA hält an München fest

Der VDA betonte anschließend, in München bleiben zu wollen. "Wir sind mit der Stadt und der Messe München im steten Austausch und planen fest damit, dass wir das erfolgreiche IAA-Format in München fortsetzen", sagte Geschäftsführer Jürgen Mindel. Die Messe soll in ihrer neuen Form als Forum für das Gespräch auch mit den Kritikern der Autobranche dienen. Die nächste Ausgabe 2023 werde weiterhin "die Plattform sein, wo dieser notwendige gesellschaftliche Dialog stattfinden wird".

Die Münchner Messegesellschaft war vor der Corona-Pandemie eine der erfolgreichsten Europas und richtet in mehreren Sparten international bedeutende Leitveranstaltungen für die jeweiligen Branchen aus. Dazu gehören die Baumaschinenmesse Bauma, die Immobilienmesse Expo Real und die Sportartikelmesse Ispo. Nach zwei coronabedingten Verlustjahren rechnet Dittrich damit, dass die Messegesellschaft in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreibt. (dpa)

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