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Neuer VW Caddy

Näher am Golf

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VW hat nach 17 Jahren den neuen Caddy präsentiert.
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Der kleinste VW-Van wurde komplett neu entwickelt und nutzt die Plattform sowie viel Technik des Golf 8. Eindrücke von der Weltpremiere in Düsseldorf.

Von Jan Burgdorf/Trucker

Nummer fünf ist komplett neu. Nach 17 Jahren hat die aktuelle Basis des VW Caddy ausgedient. Die Neuauflage basiert auf der Plattform des Golf 8, wodurch dem Van laut Volkswagen die aktuellste Technik sowie modernste Innovationen offen stehen. Optisch wirkt der Van kleiner, obwohl das Normalmodell um sieben Zentimeter in der Länge wuchs und mit dem Vorgänger vergleichbare 3,3 Kubikmeter Fracht in den Laderaum passen. Wem das nicht genügt, kann weiterhin zur außen um 35 Zentimeter längeren Maxi-Version greifen, die bis zu 4,0 Kubikmeter einlädt. Dieser spendierte man zusätzliche eine verbreiterte Schiebetür, durch die nun ein Europalette längs passt. Gleichzeitig vergrößerten die Ingenieure die Innenbreite zwischen den Radkästen auf 1.230 Millimeter, weshalb der verlängerte Caddy nun theoretisch zwei quer geladenen Europaletten aufnehmen kann.

Festgehalten hat der Hersteller an der bisherigen hinteren Starrachse. Deren Blattfedern wichen allerdings einer längslenkergeführten Aufhängung mit Panhardstab und Spiralfedern, die das Fahrverhalten laut Volkswagen deutlich verbessern soll.

Die enge Verwandtschaft zum Golf lässt sich besonders im vorderen Innenraum feststellen. Der über viele Ablagen verfügende Armaturenträger wurde samt Lenkrad komplett neu gestaltet, auch wurde die Sitzposition verbessert. Wer entsprechend investiert, blickt zudem auf schmucke, digital dargestellte Instrumente, Serie ist allerdings weiterhin die analoge Version mit digitaler Multifunktionsanzeige.

Bildergalerie

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Sie stellten den neuen Caddy vor (v.l.n.r.): Chefdesigner Albert Kirzinger, CEO Thomas Sedran und Vertriebsvorstand Heinz-Jürgen Löw
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Ebenfalls dem Bruder Golf zu verdanken ist das ausgeweitete Angebot an Assistenzsystemen. Neu zu haben ist beispielsweise der Travel Assist, der automatisiertes Fahren nach Level 2 ermöglicht, die automatische Distanzregelung mit Stop-&-Go-Funktion und Spurwechselassistent oder der radargestützte Ausparkassistent. Von den größeren Brüdern Transporter und Crafter bekannt ist zudem der Anhängerrangierassistent.

Klassenbester beim Cw-Wert

Antriebsseitig besteht das Angebot vorerst aus Benzin- und Diesel-Motoren. Der 1,5 Liter TSI-Benziner leistet 118 PS, den 2,0-l-TDI gibt es mit 75, 102 oder 122 PS, wobei sich VW hier vorbehält, das Angebot zu einem späteren Zeitpunkt noch nach oben zu erweitern. Ebenfalls später ins Programm finden die CNG-Erdgasmotoren auf Basis des 1,5-l-TSI. Alle Aggregate sind serienmäßig an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt, je nach Motorenversion sind auch das Sieben-Gang-DSG oder der 4-Motion-Allradantrieb zu haben. In Sachen Verbrauch verspricht VW eine Reduktion von bis zu zwölf Prozent, was auch ein Verdienst des nach Herstellerangabe klassenbesten Cw-Wertes von 0,30 sein soll.

Ins Rennen geht der neue Caddy allerdings frühestens im Spätsommer dieses Jahres, weshalb der Hersteller bis dato auch noch keine Preise nennt. Und wie sieht es mit Alternativen aus? Die gibt es für den neuen Caddy bis auf Weiteres erst einmal nicht. Theoretisch gäbe die Golf-Technik aber eine Plug-in-Hybrid-Version her. Ob und wann VW diese realisiert, wird laut Volkswagen die Marktlage entscheiden.

Wer sich bislang auf den E-Caddy gefreut hat, muss sich vorerst mit dem von Abt begnügen (Autoflotte berichtete).

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