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Das Kennzeichen zieht mit um

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Ab Mitte 2014 könnten die Autofahrer ihre Kfz-Kennzeichen auch nach einem Umzug behalten.
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Ab Juli 2014 könnten nach dem Willen des Verkehrsministers Autohalter die Kfz-Kennzeichen bei einem Umzug mitnehmen. Nur die Polizei sieht dies skeptisch.

Autofahrer sollen ihr Nummernschild bei Umzügen bald bundesweit mitnehmen dürfen. "Wer umzieht – auch über die Ländergrenzen hinweg – kann das bisherige Kennzeichen des Fahrzeugs behalten", sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Mittwoch. Laut einer Verordnung, die das Bundeskabinett nun auf den Weg brachte, soll die bisherige Pflicht zur Umkennzeichnung beim Wechsel des Wohnsitzes entfallen. Die Neuregelung soll zum 1. Juli 2014 in Kraft treten, der Bundesrat muss noch zustimmen.

"Fahrzeughalter sparen Zeit und Geld, Bürokratie wird abgebaut", sagte Ramsauer. Der Autofahrerclub ADAC begrüßte die Pläne, die eine Erleichterung brächten. Die Neuregelung soll einen Beschluss der Länder-Verkehrsministerkonferenz von April vergangenen Jahres umsetzen. Innerhalb einiger Länder wie Schleswig-Holstein und Hessen kann das Kfz-Kennzeichen nach Ministeriumsangaben bereits mitgenommen werden. Dies soll künftig bundesweit möglich sein.

Keine Auswirkung auf Versicherung

Auf die Kfz-Versicherung soll die Neuregelung keine Auswirkungen haben. "Die Tarife richten sich weiter nach dem Wohnort", erläuterte das Verkehrsministerium. Geplant ist auch, dass das Kennzeichen am Auto bleiben kann, wenn es in einen anderen Zulassungsbezirk verkauft wird.

Im vergangenen Jahr wechselten laut Ministerium bundesweit 600.000 Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 54 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts allein gut 43 Millionen Pkw.

Polizei übt Bedenken

Die Gewerkschaft der Polizei wies darauf hin, dass sich negative Effekte für Ermittlungen ergeben könnten. "Opfer oder Zeugen von Straftaten können sich viel besser Kennzeichen merken, die sie zuordnen können", sagte der Vorsitzende Oliver Malchow der Nachrichtenagentur dpa. Dies könne erschwert werden, wenn in Städten mehr Autos mit unterschiedlichen Kürzeln unterwegs seien.

Vorgesehen ist daneben auch, dass Fahrzeuge von Mitte 2014 an über ein Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamts abgemeldet werden können. Dies soll über verschiedene Sicherheitscodes – auf den Prüfplaketten der Kennzeichen sowie im Fahrzeugschein – und den neuen Personalausweis ermöglicht werden. Als zweiter Schritt ist die internetbasierte Wiederzulassung durch den gleichen Fahrzeughalter geplant.

"Weitere Online-Zulassungsverfahren, etwa beim Kauf und Verkauf von Fahrzeugen, erfordern umfangreichere technische und verwaltungsinterne Umstellungen", teilte das Verkehrsministerium mit. Über diese soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. (dpa/rp)

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1 Kommentar

1 23.05.2013 Bernd Schumann

Dieses System gibt es schon lange in Brasilen. Gratuliere Deutschland, daß es beginnt den Bürokratismus langsam abzubauen! Ein Wermutstropfen bleibt allerdings noch - die Zulassungsstellen benötigen nicht mehr so viel Personal.


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