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Seat startet in die E-Mobilität

Zwischen Emotion und Ratio

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Ende 2019 startet mit dem Kleinstwagen Mii Electric das erste Batterieauto der Marke
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Seat will bezahlbare E-Autos anbieten. Der Spaß soll bei den Spaniern aber trotzdem nicht auf der Strecke bleiben.

Von Holger Holzer/SP-X

Emotional, aber preiswert – für Seat ist die Elektromobilität ein Balanceakt. Auf der IAA zeigt die spanische VW-Tochter mit der Performance-SUV-Studie Cupra Tavascan zunächst einmal den sportlichen Zweig der künftigen Strategie. Auf die Straße kommt aber zunächst ein günstiges Modell. Ende 2019 startet mit dem Kleinstwagen Mii Electric das erste Batterieauto der Marke, das Schwestermodell des VW E-Up wird mit einem Startpreis von rund 17.000 Euro netto das Einsteigerangebot im Portfolio.

2020 ergänzt dann der Kompaktwagen El Born das Portfolio. Die Technik kommt auch in diesem Fall aus dem Konzernregal, mit dem ID.3 gibt es ebenfalls einen Technik-Zwilling bei der großen Schwester VW. Beide nutzen die sogenannte MEB-Architektur, auf der zahlreiche weitere Konzernmodelle geplant sind. Eine Billigalternative zum VW dürfte der Seat zunächst allerdings nicht werden; ein 25.000-Euro-Basismodell wie bei VW ist aktuell nicht geplant, so dass sich der El Born wohl eher im Bereich knapp unter 34.000 Euro netto ansiedeln dürfte.

Neue Architektur für kleine Stromer

Vor allem für viele junge Kunden wäre der Preis wohl zu hoch. Günstigere Modelle verspricht eine neue Fahrzeugarchitektur: "Wir sind dabei, eine Elektroplattform unterhalb des MEB zu entwickeln", sagt Axel Andorff, Entwicklungschef der Spanier. Die Technik könnte dann bei Seat und im Gesamtkonzern für kleine und günstige E-Mobile genutzt werden. Einen genauen Zeitplan nennt Andorff jedoch nicht.

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Den Platz als günstigen Öko-Antrieb muss sich der E-Motor bei Seat zunächst sowieso noch teilen. Die Spanier wollen vor allem in den kleineren Klassen weiterhin vor allem auf den Erdgasantrieb setzen. Das sogenannte CNG verbrennt deutlich sauberer als konventionelle Flüssigkraftstoffe, die Kosten für die Technik sind überschaubar. Im Gegenzug verzichtet Seat auf den 48-Volt-Mildhybrid, mit dem viele Konkurrenten ihre preissensiblen Modelle auf CO2-Effizienz trimmen. Plug-in-Hybride hingegen wird es bei Seat durchaus geben: Den Start macht Ende des Jahres das Mittelklasse-SUV Terracan, später wird es auch eine Hybridausführung in der neuen Leon-Generation geben.

Während Seat vor allem für die Pflicht – in diesem Fall vor allem CO2-Reduktion – zuständig ist, darf die neue Performance-Marke Cupra die Kür leisten. Neben einem möglichen Sport-SUV auf Basis der neuen IAA-Studie kommt 2020 die Anfang des Jahres in Genf gezeigte Studie auf die Straße: Der Formentor ist so etwas wie die Hochleistungsvariante des Seat-SUV Terracan und wird von einem Plug-in-Hybridantrieb mit rund 250 PS und einer E-Reichweite von zirka 50 Kilometern angetrieben.

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