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Serienversion des Lucid Air vorgestellt

Der Tesla-Taycan-Jäger

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Neben der noblen und leicht futuristischen Optik bietet der Viertürer Luxus, Leistung und Reichweite.
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Demnächst gibt es einen neuen Wettbewerber für Tesla Model S und Porsche Taycan. Er hat deutlich mehr Leistung und kostet eher weniger.

Von Mario Hommen/SP-X

Das Elektroauto-Start Lucid hat in den USA die Serienversion der ursprünglich für 2019 angekündigten Elektro-Luxuslimousine Air vorgestellt. Der zunächst im Heimatmarkt startende Starkstromer könnte ein ernster Konkurrent für Tesla Model S und Porsche Taycan werden. Auch in Europa, denn auch hier will Lucid seine Modelle zeitnah anbieten. Noch in diesem Jahr wird die Produktion anlaufen, ab dem zweiten Quartal 2021 kommen die ersten Fahrzeuge in den USA und Ende 2021 in Europa in Kundenhand.

Neben der noblen und leicht futuristischen Optik bietet der gut fünf Meter lange, besonders windschlüpfige (cW 0,21) Viertürer Luxus, Leistung und Reichweite. Letztere kann beträgt dank der 113 kWh großer Batterie rund 830 Kilometer. Der Riesenakku versorgt in der Topversion zwei Motoren mit Strom, die im Zusammenspiel 1.094 PS an alle vier Räder verteilen, was einen Sprint auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h erlauben soll.

Eine Besonderheit der Lucid Electric Advanced Platform (LEAP) genannten Antriebsarchitektur ist die hohe Spannung, denn mit 924 Volt wird diese das bislang höchste Niveau im Serienbau bieten. Damit einher gehen Vorteile bei der Ladegeschwindigkeit, denn die Batterien können an öffentlichen Schnellladesäulen zumindest zeitweilig eine Ladeleistung von über 300 kW Gleichstrom aufnehmen, was laut Hersteller das derzeit höchste Ladetempo aller Serien-Elektroautos erlaubt.

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Mit dem Wechselstrom hauseigener Ladestationen sind rund 19 kW möglich. Als Besonderheit kann die Fahrzeugbatterie auch zur Versorgung des Haushaltsstromnetzes dank einer bidirektionalen Ladetechnik genutzt werden. Damit kann sich der Nutzer unabhängiger von Stromversorgern machen. Wer etwa eine eigen Photovoltaikanlage besitzt, kann tagsüber mit dem Sonnenstrom die Autobatterie laden, die dann nach Sonnenuntergang wieder den Haushalt mit dem zuvor gespeicherten Strom versorgt.

Superlative bietet der Lucid Air auch im Innenraum. Auffällig ist etwa das gewölbte Riesendisplay auf dem Armaturenbrett mit 34 Zoll Bildschirmdiagonale. Auf Knöpfe und Schalter verzichtet der Arbeitsplatz weitgehend, stattdessen werden Fahrzeugfunktionen über einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole gesteuert. Weitere Besonderheiten des Air sind ein riesiges Glasdach sowie zwei Kofferräume. Unter der vorderen Haube ist ein Stauraum mit 280 Liter Fassungsvermögen, während im Heck Platz für rund 740 Liter Gepäck ist.

Für Level 3 gerüstet

Zunächst wird der Air mit 19 Assistenzsystemen starten, die automatisierte Fahrkünste auf Level 2 erlauben. Level 3 soll auf Basis der vorhandenen Hardware ebenfalls möglich sein. Per Over-the-Air-Updates werden weitere acht Assistenzfunktionen dazukommen, mit denen das Fahrzeug dann Selbstfahrkünste auf Level 3 beherrschen wird.

Zum Marktstart im April wird Lucid zunächst die Topversionen Grand Touring und Dream Edition zu Preisen von umgerechnet 99.000 und 121.000 Euro netto anbieten. Im Herbst soll dann die rund 67.000 Euro netto teure Version Touring mit 650 Kilometer Reichweite folgen. 2022 ist zudem eine unter 60.000 Euro netto günstige Variante ohne Namenszusatz geplant. Der Air wird nicht die einzige Baureihe bleiben, denn mit der Vorstellung der Serienversion hat das US-Unternehmen zugleich das Bild eines SUV-Modells veröffentlicht. 

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Fotos & Videos zum Thema Lucid

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Lucid Air (Serie/2021)


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