Rund 80 Prozent aller Pkw-Sitze haben bei einem Crashtest des englischen Thatcham-Instituts ein gutes oder zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Getestet wurden im Auftrag der "International Insurance Whiplash Prevention Group", einem Zusammenschluss von Versicherungsinstituten, 185 Autositze verschiedener Modelle aller Automobilhersteller. Vor allem Honda überraschte beim aktuellen Test. Während die Sitze beim letzten Versuch mit einem "mangelhaft" durchfielen, rückten sie jetzt mit der Bestnote "gut" direkt an die Spitze. Insgesamt erreichten 30 Prozent der Sitze die Maximalwertung, was einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum letzten Test von 2005 entspricht. Bei 20 Prozent der getesteten Sitze reichte es nur für ein mangelhaft. Dabei handelt es sich laut Thatcham-Institut vor allem um Sitze mit älteren Designs. Wie 2005 schnitten die Sitze von Saab und Volvo wieder am besten ab. Alle Modelle der schwedischen Hersteller erzielten die Bestnote. Gute Ergebnisse gab es auch für Audi, Ford und Renault. Bei dem Test wurde mit einem speziellen Testschlitten, einem Dummy und den Fahrersitzen ein typischer Heckaufprall mit einer Geschwindigkeit von 16 km/h simuliert, hieß es in einer Renault-Mitteilung. Der Versuchsaufbau sah zunächst einen geometrischen Test vor, bei dem die Höhenverstellbarkeit und die Entfernung der Kopfstütze zum Hinterkopf gemessen wurden. War der Kopf in Normalposition mehr als acht Zentimeter von der Stütze entfernt, galt der Sitz bereits als durchgefallen und wurde keinem Schlittentest mehr unterzogen. (ab) Alle Ergebnisse finden Sie hier