Leapmotor B05: Hier kommt Chinas Alternative zum ID.3

04.05.2026 08:40 Uhr | Lesezeit: 2 min
Der Leapmotor B05 sticht ins Auge. 
© Foto: Leapmotor

Die Stellantis-Marke Leapmotor startet im Sommer in der elektrischen Kompaktklasse. Kurz nach dem Start gibt es jedoch eine wichtige Umstellung.

Leapmotor bereitet den europäischen Marktstart seines Kompakt-Stromers B05 vor. Das 4,43 Meter lange Schrägheckmodell tritt ab Juli in Europa gegen Konkurrenten wie VW ID.3 Neo, Opel Astra Electric und Kia EV4 an. Mit rahmenlosen Seitentüren, bündigen Türgriffen, durchgehendem Leuchtenband am Heck und vergleichsweise breiter Spur setzt der Fünftürer auf ein sportliches Erscheinungsbild.

Mit 4,43 Metern Länge positioniert sich der B05 am oberen Ende des Kompaktsegments, bietet entsprechend gute Platzverhältnisse für die Passagiere, ohne dabei aber neue Maßstäbe zu setzen. Der Kofferraum fällt mit 435 Litern (1.400 Liter mit umgeklappter Rückbank) jedoch durchaus üppig aus. Angetrieben wird das bisher größte Nicht-SUV der Marke in China von einem Heckmotor mit wahlweise 132 kW/180 PS oder 160 kW/218 PS. Ob beide Varianten auch nach Europa kommen, ist unklar. Ungewissheiten gibt es auch beim Batterie-Portfolio, das drei robuste LFP-Varianten mit 43,9, 56,2 und 67,1 kWh umfasst.

Zunächst arbeiten die Speicher mit 400 Volt Spannung, im Laufe des zweiten Halbjahres erfolgt im Zuge einer Produktionsumstellung der Wechsel auf 800 Volt. Dann dürfte der B05 die Konkurrenz bei der Ladegeschwindigkeit und Langstreckentauglichkeit deutlich in den Schatten stellen – bislang gibt es die Technik vor allem in größeren und teureren Autos. Hinzu kommt eine ordentliche Reichweite: Nach chinesischer Norm ist der Energieinhalt der Akkus für Distanzen bis 605 Kilometer gut, die WLTP-Werte dürften im niedrigen bis mittleren 500er-Bereich liegen.


Leapmotor B05

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Technisch basiert der B05 auf der rein elektrischen Leap-3.5-Plattform. Denn auch wenn Leapmotor International in Europa über ein Joint Venture zum westlichen Stellantis-Konzerns gehört, nutzen die Chinesen aktuell nicht die gleiche Technik wie Opel, Peugeot und Citroen, sondern bedienen sich beim chinesischen Elternteil.

Das gilt auch für Infotainment und Assistenzsystem: Über den 14,6 Zoll großen Zentralbildschirm im Cockpit laufen nicht nur Navigation und Multimedia-Anwendungen, sondern auch die Bedienung nahezu aller anderen Funktionen – inklusive Klimaregelung und Assistenzsysteme. Bei letzteren punkten die Chinesen mit einem Autopilot-System auf Level 2++, das dem Fahrer auf gut ausgebauten Straßen sogar Spurwechsel und Abbiegen abnimmt. In Deutschland wird es die Technik aber vorerst nicht geben.

In China kostet der dort als Lafa 5 angebotene B05 umgerechnet grob 12.500 bis 15.600 Euro. Für Deutschland nennt Leapmotor noch keine Preise, als Orientierung kann das technisch verwandte Kompakt-SUV B10 dienen, das hierzulande ab rund 30.000 Euro startet. Der B05 dürfte rund 2.000 Euro darunter angesiedelt werden, wenn er in Europa eingeführt wird.

Auf der Auto China in Peking hat Leapmotor zudem den B05 Ultra vorgestellt, in China Lafa 5 Ultra genannt. Die Sportversion ist mit 4,49 Metern etwas länger, setzt sich innen wie außen optisch leicht vom Standardmodell ab. Ihr Heckmotor leistet 180 kW/245 PS und 320 Nm, der Sprint auf 100 km/h soll in 5,9 Sekunden gelingen. Ob der Ultra auch nach Deutschland kommt, ist offen.


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