Neuer Dacia Striker: Der Kombi meldet sich zurück

08.07.2026 11:35 Uhr | Lesezeit: 3 min
Optisch setzt Dacia auf eine lange, gerade Schulterlinie, die LED-Tagfahrlichter und Rückleuchten in neuer T-Signatur miteinander verbindet.
© Foto: Dacia

Mit dem Striker will Dacia den Kombi-Markt aufmischen und im C-Segment bis 2035 insgesamt einen Marktanteil von 33 Prozent erreichen – aktuell liegen die Rumänen bei 22 Prozent. Das bewährte Rezept: viel Auto fürs Geld, ergänzt um auffälliges neues Design.

Dacia entdeckt den Kombi und strebt weiter nach oben: Der Striker ist nach dem SUV Bigster schon das zweite Modell im C-Segment und soll wie stets bei der rumänischen Marke mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis glänzen. Aber auch mit dem Design will die Renault-Tocher diesmal Akzente setzen.

Wichtig ist für einen Kombi aber natürlich vor allem das Ladevolumen. Hier bietet der Strike annehmbare 600 Liter, ein VW Golf Variant kommt auf 611 Liter. Eine offizielle Angabe bei umgeklappter 60:40-Rückbank nennt Dacia noch nicht; vermutlich dürften rund 1.000 Liter zusätzlicher Stauraum entstehen. Je nach Ausstattung bietet der Kofferraum einen doppelten Boden, der sich zur Laderaumunterteilung nutzen lässt. Die drei Bodenelemente lassen sich zudem von der Teppichseite auf eine abwaschbare "Schmutzseite" drehen.


Dacia Striker

Dacia bringt den Kombi zurück. Bildergalerie

Da sich der Striker noch im Homologationsprozess befindet und der Marktstart erst für Dezember geplant ist, stehen weder finale Verbrauchsdaten noch der Preis fest. Beides soll zum Bestellstart rund um den Pariser Autosalon im Oktober folgen. Der Kombi wird auf jeden Fall etwas günstiger als der Bigster positioniert, das SUV startet derzeit bei knapp 24.000 Euro.

Dacia Striker kommt mit drei Antrieben

Bei der Motorenpalette greift Dacia auf Bigster-Technik zurück. Drei Antriebe stehen zur Wahl. Als Mildhybrid kommt der Striker mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder und 103 kW/140 PS, wahlweise mit LPG- oder Benzinbetrieb – der einzige Motor, der optional mit Sechsgang-Handschaltung erhältlich ist.

Als Vollhybrid gibt es den Striker mit 114 kW/155 PS oder mit 110 kW/150 PS und Allradantrieb. Der große Hybrid kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit einem Elektromotor. Neu ist der Allradantrieb, der einen 1,2-Liter-Mildhybridmotor mit 103 kW/140 PS mit einem 23-kW-Elektromotor an der Hinterachse verbindet.

Der Heckmotor lässt sich je nach Fahrmodus vollständig entkoppeln, sodass Stadt- und Überlandfahrten mit sparsamem Vorderradantrieb möglich sind. Dank des Drehmoments von 87 Nm beim E-Motor und einer Bergabfahrregelung erreicht der Striker leichte Offroad-Fähigkeiten. Der Allradantrieb steht bis 140 km/h zur Verfügung, alle Motoren sind bei 180 km/h abgeregelt.

Bei den Abmessungen tritt der neue Dacia ebenfalls in Konkurrenz zum Bigster: Mit 4,62 Metern ist er fünf Zentimeter länger, mit 1,53 Metern Höhe aber flacher; bei der Breite von 1,82 Metern unterscheiden sich beide kaum. Auch in der zweiten Reihe gibt es daher reichlich Platz; die Beinauflage lässt selbst bei größeren Personen kaum Wünsche offen. Erst ab einer Körpergröße von 1,80 Metern wird die Kopffreiheit im Fond knapp.


60 Jahre Dacia Automobile

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Die Radhäuser tragen die markentypische Plastikbeplankung. Serienmäßig stehen 17-Zoll-Räder zur Verfügung, 18 und 19 Zoll sind optional. Die für den Outdoor-Einsatz konzipierte Ausstattungslinie Extreme bringt unter anderem Spiegelkappen in Kupferoptik und Gummifußmatten mit. Wie beim Bigster stehen vier Ausstattungsvarianten zur Wahl: Essential, Expression sowie die Topversionen Extreme und Journey. Letztere richtet sich mit beheizten Vordersitzen und beheiztem Lenkrad sowie elektrischer Heckklappe an komfortorientierte Kunden.

Dacia schaut sich etwas von Skoda ab

Optisch setzt Dacia auf eine lange, gerade Schulterlinie, die LED-Tagfahrlichter und Rückleuchten in neuer T-Signatur miteinander verbindet. Neu sind außerdem Nebelscheinwerfer und adaptives Kurvenlicht. Die leicht abfallende Dachlinie verleiht dem Striker einen leichten Shooting-Brake-Look, den die serienmäßige Dachreling optisch wieder etwas erdet. Ein großes Panoramadach ist optional erhältlich, genauso wie elektrisch verstellbare Sitze. Am Heck verbindet ein schwarzer, unbeleuchteter Kunststoffstreifen die Rückleuchten.

Im Innenraum lockern Stoffapplikationen den Kunststoff-Look auf. In der Mittelkonsole sitzt serienmäßig ein 10,1-Zoll-Touchdisplay, optional mit Navigationssystem, Echtzeit-Verkehrsinformationen und acht Jahren Updates. Wichtige Funktionen wie die Klimasteuerung laufen über eine schmale Tastenleiste unterhalb des Displays. Das neue Kombiinstrument mit schwebenden 3D-Grafiken ist gewöhnungsbedürftig, da der gemusterte Hintergrund durchscheint. Nettes Detail: Wie bei Skoda gibt es einen neben der Fahrertür versteckten Scheibenkratzer.

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