Nissan will sein Profil als E-Autohersteller wieder schärfen. Der japanische Hersteller, der mit dem Leaf einst zu den Pionieren der Elektromobilität zählte, startet eine neue Modelloffensive: Im Frühjahr kommen der neue Micra und die dritte Leaf-Generation, später sollen ein vollelektrischer Juke sowie ein elektrischer Kleinstwagen folgen, wie Deutschland-Geschäftsführer Pascal Michaeli nun angekündigt hat.
Mit der Einführung von Micra und Leaf im Frühjahr wolle man wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung der Marke in Deutschland setzen, so Michaeli. Trotz des schwierigen Marktumfelds peile er schrittweise 50.000 Neuzulassungen bis zu Geschäftsjahr 2027 an. Besonders wichtig ist dabei der neue Leaf, dessen Produktion nun im britischen Werk Sunderland gestartet ist. Der Standort soll in der Nissan-Strategie zum E-Mobilitäts-Zentrum werden – inklusive lokaler Batterieversorgung. Der Leaf steht damit nicht nur für ein neues Modell, sondern für den Versuch, die frühere Vorreiterrolle auch industriell neu zu beleben.
Parallel soll der neue Micra neue Kundengruppen ansprechen. Das Modell wird als reines Elektroauto angeboten und technisch eng mit dem Renault 5 verwandt. Für Nissan ist das Teil einer pragmatischen Strategie: schnellere Modellerneuerung über die Allianz, gleichzeitig mehr Präsenz in volumenstarken Segmenten.
Der gleichen Logik folgt das für das kommende Jahr erwartete elektrische Einstiegsmodell, das eng mit dem Renault Twingo verwandt ist. Komplettiert wird der Neuheitenreigen noch im laufenden Jahr durch den E-Crossover Juke.
Nissan Micra
Zunächst einmal liegt die Verantwortung aber vor allem auf dem bereits erhältlichen Micra. Der Mini-Crossover soll von der neuen Förderung profitieren, wird aber zusätzlich aktiv rabattiert. "Bei voller Ausschöpfung der staatlichen Elektro-Prämie gibt es ihn bereits für unter 20.000 Euro", so Michaeli.