Skoda Peaq: Hier kommt das neue Elektro-Flaggschiff

24.06.2026 13:58 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ganz schön wuchtig: Der neue Skoda Peaq misst in der Länge stolze 4,87 Meter.
© Foto: Skoda

Skoda kann auch groß – das zeigt das künftige Elektro-Spitzenmodell namens Peaq deutlich. Es bietet Lounge-Gefühle für bis zu sieben Passagiere, eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern und reichlich Simply-Clever-Details. Hier alle Zahlen, Daten und Fakten von der Weltpremiere.

Zur Enthüllung des bislang größten aller Skoda-Modelle lud die tschechische VW-Tochter in die Höhe. Genauer gesagt in eine historische Bergstation mit einem Observatorium auf einer Meereshöhe von 1.100 Metern, hoch über dem Genfer See. Dabei hatte sich natürlich jemand etwas gedacht – schließlich suggeriert der Name Peaq einen Gipfel, einen Höhepunkt. Klares Signal: Dieses mächtige 4,87-Meter-SUV markiert die Spitze der Skoda-Modellfamilie.

4,87 Meter: Mit dieser stattlichen Länge überragt der Peaq den bisherigen Spitzenreiter Kodiaq um stolze 17 Zentimeter. Sein Radstand von mächtigen 2,97 Metern lässt angesichts des Elektroantriebs auf ein üppiges Platzangebot schließen. Und tatsächlich zeigt die erste Sitzprobe in allen drei Reihen, dass die Tschechen die technischen Möglichkeiten gut genutzt haben.

Skoda Peaq: Lounge-Atmosphäre

Sogar in Reihe drei können es nicht allzu große Menschen (bis ca. 1,75 Meter) auf Kurzstrecken einigermaßen aushalten. Der Zustieg wird durch die um 15 Zentimeter verschiebbaren Sitze in Reihe zwei deutlich erleichtert. Dort und ganz vorne gibt es dann ordentlich Platz. Skoda spricht von Lounge-Atmosphäre. Das kann man so sehen oder sich einfach über die ordentlichen Entfaltungsmöglichkeiten freuen. Sehr geräumig ist auch der Kofferraum ausgefallen: In Fünfer-Bestuhlung passen bis zu 935 Liter rein, als Siebensitzer schluckt der Neuzugang immerhin noch 299 Liter. Bis zu 35 Liter Kleinkram lassen sich vorne im Frunk unterbringen.

Die Innenraum-Materialien machen einen guten und wertigen Eindruck. Das Hochkant Touchdisplay ist 13,6 Zoll groß, darunter finden sich die echten Tasten etwa für die Einstellung der Klimatisierung und eine Drehwalze für die Lautstärke-Verstellung – das ist erfreulich und nutzerfreundlich. Das zehn Zoll große digitale Zentralinstrument zeigt klar und deutlich die wichtigsten Daten an. Und auf Wunsch gibt es auch ein Augmented Reality-Head-up-Display.

Neu ist auch der digitale Fahrzeugschlüssel. Dazu bietet Skoda neben dem beheizten Multifunktionslenkrad auch noch eine individuell einstellbare Ambientebeleuchtung und optionale Massagesitze plus ein Soundsystem aus dem Hause Sonos. Wer die feinen Sachen alle zusammen im Auto haben will, muss nach dem Bestellstart einfach im Konfigurator das Maxx-Paket ankreuzeln. Kostet allerdings flotte 6.720 Euro, das adaptive Fahrwerk gibt es aber obendrauf. Und weil wir schon bei den Optionen sind: Für die dritte Sitzreihe verlangt Skoda 990 Euro.


Skoda Peaq (2027)

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Drei verschiedene Antriebe stehen zur Wahl. Nämlich der Peaq 60 mit 150 kW / 204 PS und 63-kWh-Akku, der Peaq 90 mit 210 kW / 286 PS und Heckantrieb und die Allrad-Version Peaq 90x mit 220 kW / 299 PS. Die 90er sind jeweils mit 91-kWh-Batterien ausgestattet, die mit bis zu 190 kW aufgefüllt werden können. Der kleinere Akku lässt sich mit maximal 160 kW laden und soll für bis zu 456 Kilometer reichen. Die WLTP-Reichweite liegt beim stärkeren Heckantriebsmodell bei 642 Kilometern, der Allradler soll bis zu 609 Kilometer am Stück schaffen. Beide schaffen die Standard-Ladung von zehn bis 80 Prozent in unter 30 Minuten.

Eine serienmäßige "Wärmepumpe der nächsten Generation" soll wie die Rekuperation bis hin zum One-Pedal-Driving für maximale Effizienz sorgen. Und natürlich kann der Peaq auch bidirektionales Laden. Für Zahlenfans: Die Beschleunigung von null bis 100 km/h gibt der Hersteller mit 7,1 bzw. 6,7 Sekunden an. Die Spitze liegt jeweils bei 180 km/h. Und die Normverbrauchswerte bewegen sich zwischen 14,9 und 18,6 kWh/100 km. Das liegt auch an der Aerodynamik: Mit einem cW-Wert von ganz genau 0,249 bietet der Peaq dem Wind in Relation zu seiner Größe wenig Widerstand. Das Assistenten-Sortiment ist erwartungs- und zeitgemäß umfangreich, optional tritt der Travel Assist 3.0 in Aktion, der vom Hersteller als "das derzeit fortschrittlichste Assistenzsystem in einem Skoda-Modell" bezeichnet wird.

Infotainment-System: Zentrale Schaltstelle

Zehn Airbags sind Serienstandard. Zentrale Schaltstelle ist das Infotainment-System auf Android-Basis. Die25-Watt-Ladestation für zwei Smartphones ist beleuchtet. Diverse Nettigkeiten wie den kleinen Klapptisch, das Staufach an der Rückseite der Mittelkonsole, einen Display Reiniger und einen Handbesen verbucht Skoda unter dem seit Jahren eingesetzten Begriff "Simply Clever".

Clever geht es auch draußen weiter – nämlich mit den ersten Scheibenwischern mit integrierten Spritzdüsen in einem Skoda. Das Design ist auf Minimalismus im aktuellen "Modern Solid"-Stil ausgelegt – mit klaren Linien, mit T-förmigen Leuchten vorne und hinten, mit einer hoch- und langgezogenen Schulterlinie. Insgesamt sieht man dem Peaq sein Format durchaus an. An Präsenz auf der Straße wird es ihm bestimmt nicht fehlen.

Dazu kommt das größte bisher in einem Skoda montierte Panoramadach. An Superlativen herrscht beim neuen Flaggschiff jedenfalls kein Mangel. Dass Skoda bei ihm erstmals auf versenkte, elektrisch ausfahrbare Türgriffe setzt, überrascht. Denn diese Türöffner sind ab dem 1. Januar 2027 in China verboten – aus Sicherheitsgründen.

Skoda Peaq: Preisübersicht

Preislich geht es bei 49.900 Euro für den Peaq Selection 60 los, für den 90er sind 57.900, für den 90x 60.400 Euro fällig. Für die Sportline-Versionen werden zwischen 54.800 und 65.300 Euro aufgerufen. Neben der Selection-Basis gibt es noch die feinere Ausstattungsversion Sportline – ebenfalls für alle drei Motorisierungen. Sportline steht dabei für glänzend schwarze Exterieur-Details, serienmäßige Matrix-LED-Scheinwerfer und ein beleuchtetes "Gesicht". Innendrin ist der Nobel-Peaq komplett in Schwarz gehalten, dazu gibt es Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und ein Dreispeichen Sportlenkrad. Die Bestellbücher sind bereits geöffnet. Mit den ersten Auslieferungen ist im Herbst zu rechnen.


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