Arval hat die Übernahme des Flotten- und Leasinganbieters Athlon Ende Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Vollzug der Transaktion entsteht einer der größten Anbieter für Fahrzeugleasing und Mobilitätslösungen in Europa. Die gemeinsame Flotte umfasst künftig rund 2,3 Millionen Fahrzeuge.
Zum Kaufpreis machten die beteiligten Unternehmen keine Angaben. Die Übernahme war bereits im vergangenen Dezember angekündigt worden und wurde nun nach Abschluss der Arbeitnehmerkonsultationen sowie der erforderlichen behördlichen Genehmigungen vollzogen.
Zwei große Flottenanbieter bündeln ihre Kräfte
Mit dem Zusammenschluss rücken zwei etablierte Akteure des europäischen Mobilitätsmarktes näher zusammen. Nach Angaben der Unternehmen sollen Kunden künftig von gebündeltem Know-how, einer größeren Marktabdeckung sowie zusätzlichen Mobilitäts- und Servicelösungen profitieren.
Athlon gehörte bislang zum Autobauer Mercedes-Benz und betreut eine Flotte von 400.000 Fahrzeugen in zehn europäischen Ländern. Das Portfolio umfasst Leasing, Flottenmanagement, Langzeitmiete und Gebrauchtwagenverkauf mit starkem Fokus auf Elektromobilität.
Arval setzt auf Synergien und Wachstum
Mit der Integration stärkt Arval seine Stellung im europäischen Leasinggeschäft deutlich und rückt in die Spitzengruppe des Marktes vor. Die Integration soll nicht nur das Leistungsspektrum erweitern, sondern auch die Innovationskraft beider Unternehmen stärken.
Für CEO Alain van Groenendael ist die Übernahme ein bedeutender Meilenstein: "Ich freue mich besonders, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Athlon in der Arval-Gruppe willkommen zu heißen. Gemeinsam vereinen wir die Stärken unserer beiden Unternehmen, um unseren Kunden noch mehr Fachwissen, Nähe und Innovationskraft zu bieten, während wir gleichzeitig die Servicequalität und die vertrauensvollen Beziehungen bewahren, die sowohl Arval als auch Athlon auszeichnen."
BNP Paribas erwartet attraktive Rendite
Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie der Arval-Mutter BNP Paribas. Der Finanzkonzern rechnet mit einer Kapitalrendite (ROIC) von 18 Prozent. Ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion soll der Deal einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis von nahezu 200 Millionen Euro leisten.
Für BNP Paribas steht der Ausbau profitabler Plattformen in wachstumsstarken Märkten im Mittelpunkt. Das Leasing- und Flottengeschäft gilt dabei als wichtiger Baustein, um die Ertragskraft der französischen Bankengruppe langfristig zu stärken.