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Neuzulassungen: Kräftiges Wachstum im August – E-Autos vorne

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Fast jeder dritte neu zugelassene Pkw hatte im August einen batterieelektrischen Antrieb.
© Foto: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Die Last-Minute-Neuzulassungen gewerblicher Halter vor dem Förder-Aus haben im August den deutschen Pkw-Markt befeuert. Droht jetzt die Neuzulassungsflaute?


Datum:
05.09.2023
Autor:
rp/SP-X/dpa
Lesezeit:
4 min
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Im August sind deutlich mehr Pkw-Neuzulassungen registriert worden als im Vergleichsmonat 2022. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zählte 273.417 Einheiten – ein Plus von 37,3 Prozent. Im Gesamtjahr ergibt sich nach den ersten acht Monaten ein deutlicher Zuwachs von 16,5 Prozent auf 1.913.564 neue Autos, wie die Behörde am Dienstag in Flensburg bekannt gab.

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Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) legten den Angaben zufolge um 170,7 Prozent zu. Sie kamen auf 86.649 Neuzulassungen und einen Anteil von 31,7 Prozent am Gesamtvolumen. Damit lagen sie vor den Benzinern (27,6 Prozent) und Dieselautos (14,2 Prozent).

Hinter dem E-Schub dürften in erster Linie die Last-Minute-Neuzulassungen gewerblicher Halter zurückzuführen. Zum 1. September 2023 war die staatliche Förderung für sie ausgelaufen (wir berichteten). Experten erwarten, dass es in den kommenden Monaten ohne die Subvention zu einem Einbruch bei den BEV-Neuzulassungen kommen wird.

Weitere Details sind in der PDF-Datei abrufbar!

VDIK: Auftragseingänge niedrig

Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), sagte: "Der Pkw-Markt bleibt im August auf Kurs, gleichwohl sind die Auftragseingänge niedrig. Die guten Zulassungszahlen sind damit vor allem dem Abbau eines hohen Auftragsbestands geschuldet. Auf kurz oder lang droht wieder eine Zulassungsflaute."

70.396 Fahrzeuge zählten die Statistiker im August zu den Hybriden, darunter 14.552 Plug-in-Hybride (PHEV). Deren Zulassungen gingen um 41,1 Prozent zurück. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte spiegelt den hohen elektrischen Anteil. Mit 95,3 g/km lag er 15,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.


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Opel legt stark zu

Ebenfalls passend zum E-Wachstum: Sieben von zehn Autos (69,3 Prozent) wurden im vergangenen Monat gewerblich angemeldet, ein Plus von 51,2 Prozent. Die privaten Zulassungen stiegen um 13,5 Prozent, damit aber weniger stark als der Gesamtmarkt. Beliebteste Fahrzeugkategorie waren erneut die SUV, die ein Drittel (33,8 Prozent) des Volumens ausmachten. Die Kompaktklasse folgt mit 16,5 Prozent auf Rang zwei der Segmente, vor den Kleinwagen (11,4 Prozent).

Im Ranking der deutschen Hersteller verbuchte Opel mit plus 38,7 Prozent das größte Wachstum – vor BMW (plus 31,6 Prozent) und Mercedes-Benz (plus 25,7 Prozent). Auch die anderen heimischen Marken konnten zweistellig punkten: Audi (plus 22,1 Prozent), Porsche (plus 22 Prozent), VW (plus 21,1 Prozent) und Ford (plus 14,2 Prozent). Smart brachte im Berichtsmonat über 20-mal mehr Neuwagen auf die Straße als im Vergleichsmonat und erreichte mit knapp 3.000 Einheiten eine Steigerung von 2.166,9 Prozent.

Unter den Importeuren mit einem Marktanteil von zwei Prozent und mehr erreichte Seat mit plus 85,4 Prozent das beste Ergebnis, der Anteil machte 5,3 Prozent der Neuzulassungen im August aus. Damit lag man auf Augenhöhe mit dem Primus Skoda (plus 24,2 Prozent). Deutlich zulegen konnten auch Fiat (plus 70,6 Prozent), Renault (plus 68,6 Prozent), Kia (plus 48,7 Prozent), Toyota (plus 32,1 Prozent) und Tesla (plus 30,5 Prozent).

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