Der Ladeinfrastrukturanbieter Ionity integriert erstmals Megawatt-Ladesysteme des Typs HYC1000 von Alpitronic in sein öffentliches Netz. Die neuen Säulen liefern bis zu 600 kW Ladeleistung – das ist fast das Doppelte dessen, was bislang im Ionity-Netz maximal möglich war (350 kW). Kompatible Elektrofahrzeuge (in normalen Preisregionen derzeit nur Xpeng) sollen damit in unter acht Minuten Reichweite für 300 Kilometer nachladen können. Xpeng gibt für diese Displin 12 Minuten bei einem 80er-Akku an.
Die Ladeeinheit HYC 1000 mit 1.000 kW Gesamtleistung versorgt mehrere Ladepunkte gleichzeitig. Sind mehrere Fahrzeuge angesteckt, wird die Leistung dynamisch aufgeteilt. Lädt nur ein Fahrzeug, stehen diesem 600 kW zur Verfügung. Mit der Inbetriebnahme der ersten Standorte überschreitet Ionity auch die Marke von 6.000 HPC-Ladepunkten (alles ab 150 kW) in Europa. Der erste 600er-Ladepunkt in Deutschland wird in Kürze in Werne in Nordrhein-Westfalen entstehen. Dort soll es acht 600-kW-Ladepunkte in einem neuen, noch immer nicht überdachten Ladepark geben.
Neben den Xpeng-Modellen P7+, G6 und G9 freuen sich auch Fahrer des BMW iX3, Porsche Taycan, Mercedes CLA, Volvo EX90 (mit neuem 800-Volt-System) und ein paar weniger anderer Modelle über die höhere Ladeversorgung. Den meisten anderen Fahrzeugen, auch vielen mit 800-Volt-Technik, reichen die meist 300–400-kW-Ladepunkte, die in den Ladeparks an der Autobahn üblich sind. Leider aber gibt es noch immer viele Raststätten mit alten 50-kW-Säulen und sogar neu installierten 100er-Säulen, was aus Nutzersicht unverständlich ist.