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Elektroautos und Carsharing: Noch immer wenig Akzeptanz

© Foto: Renault

Der Reifenspezialist Vergölst wollte in einer Umfrage wissen, wie viele der Befragten sich künftig für ein Elektroauto entscheiden würden – die Ergebnisse sind ernüchternd.


Datum:
16.08.2022
Autor:
tibü/AH
Lesezeit:
3 min
1 Kommentare

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"Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich morgen ein neues Auto kaufen. Würden Sie sich für ein Elektroauto entscheiden?"  - Diese Frage hat das Marktforschungsinstitut Statista im Auftrag des Reifen- und Servicespezialisten Vergölst 1.000 Pkw-Besitzern im März 2022 gestellt. Das Ergebnis ist mehr als eindeutig – knapp 70 Prozent (bei den Frauen lagt der Anteil sogar bei 72 Prozent) würden kein Elektro-Fahrzeug haben.

Je älter – desto weniger Akzeptanz für ein Elektroauto - auch das ist ein Fazit: Bei den 18-24-Jährigen würden sich nur 44 Prozent ein Elektroauto anschaffen. Bei den 55-65-Jährigen sind es sogar nur 23 Prozent.

Elektroautos: die detaillierten Ergebnisse der Umfrage

Folgende Argumente gegen die Anschaffung eines Fahrzeuges führten die Befragten an:

  1. Zu geringe Reichweite: 71 Prozent empfinden diese aktuell noch als zu gering.
  2. Fehlende Lademöglichkeiten: Für 69 Prozent ist das ein Argument gegen ein E-Fahrzeug.
  3. Hohe Anschaffungskosten:  Ebenfalls 69 Prozent sind auf finanziellen Gründen gegen ein E-Auto.
  4. Ladenetzwerk: Für 62 Prozent der Befragten ist die Infrastruktur noch nicht ausgereift genug.

Carsharing kommt für die meisten nicht infrage

Eine Alternative zum eigenen Fahrzeug stellen (Elektro-)Carsharing-Modelle dar, die insbesondere im städtischen Bereich auf dem Vormarsch sind. Auch hierzu wurden die Teilnehmer befragt – mit ähnlich enttäuschenden Ergebnissen: Knapp 80 Prozent gaben an, dass Carsharing derzeit noch kein geeigneter Ersatz für ein eigenes Auto sei – unter den Frauen waren es sogar 83 Prozent.

Ähnlich wie bei der Thematik Elektroauto spielt auch bei Carsharing das Alter der Befragten eine gewichtige Rolle: Je älter die Befragten, desto geringer das Interesse an Carsharing – nur 16 Prozent der 55-65-Jährigen antworteten mit "Ja zum Carsharing".

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KOMMENTARE


Volker Eckhardt

18.08.2022 - 09:28 Uhr

... alles braucht seine Zeit. Und die Zeit spielt für das Carsharing und für die Elektromobilität. Die Wachstumsraten belegen das eindeutig. Wenn jetzt alle wechseln wollten, könnten weder Carsharer noch Automobilhersteller die Nachfrage befriedigen. Die langen Lieferzeiten bei der Hersteller zeigen das ja jetzt schon. Und solange wir 100% Wachstum z.B. in Braunschweig beim Carsharing haben, solange ist doch alles gut. Die, die rechnen können, steigen um: Carsharing ist bis 10.000 km/Jahr billiger als ein eigenes Auto. Und E-Autos sind über den Lifecycle gesehen jetzt schon billiger als Verbrenner. Alle anderen werden sich mit steigenden Preisen im Einstiegssegment und an der Tanksäule rumärgern. Wer zuviel Geld hat, soll in alten Mustern verharren. Die anderen verändern die Welt.


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