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Flottenzulassungen: Nur leichte Erholung im Mai

Anders als im April waren die Unterschiede zwischen den Marktsegmenten nicht so ausgeprägt.
© Foto: rh2010/stock.adobe.com

Corona-bedingt bewegt sich der Flottenmarkt weiterhin deutlich unter Vorjahresniveau. Während es im Mai in anderen Segmenten schon wieder deutlich mehr Zulassungsaktivitäten gab, waren die Fuhrparkprofis noch zurückhaltend.

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Der deutsche Flottenmarkt kommt nur langsam raus aus der Corona-Schockstarre. Im direkten Vergleich zum Vormonat legten die Neuzulassungen der Fuhrparkprofis im Mai lediglich um 4,4 Prozent zu, wie der Branchenbeobachter Dataforce am Dienstag meldete. Insgesamt kamen im vergangenen Monat 42.985 neue Firmenwagen auf die Straße, das waren 49,4 Prozent weniger als im Mai 2019.

"Hauptgrund dafür ist wohl der höhere Ausgangswert, da auch im April noch verhältnismäßig viele Firmenwagen angemeldet wurden", sagte Dataforce-Analyst Benjamin Kibies. "Darüber hinaus dürften sich die von einigen Fuhrparkverantwortlichen angekündigten Bestellstopps allmählich auswirken." Andere Segmente hätten im Mai eine deutlichere Erholung gezeigt.

Corona-bedingt bewegen sich die Pkw-Neuzulassungszahlen aber nach wie vor deutlich unter Vorjahresniveau. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schrumpfte der deutsche Automarkt im Mai um knapp die Hälfte. In Summe wurde lediglich 168.148 neue Pkw gezählt.

Angezogen haben laut Dataforce die taktischen Pkw-Neuzulassungen, vor allem in den Marktsegmenten Fahrzeughandel und Autovermieter gab es mehr Aktivitäten als zuletzt. So kamen die Autohäuser mit 29.476 getätigten Eigenzulassungen dem Wert aus dem Vorjahresmonat am nächsten (minus 45,6 Prozent). "Möglicherweise sind die Händler nun dazu übergegangen, die ohnehin auf dem Hof stehenden Fahrzeuge im eigenen Namen anzumelden, um sie dann als Tageszulassungen abzuverkaufen", sagte Kibies. 

Der Privatmarkt dürfte von der Wiedereröffnung der Verkaufsräume und Zulassungsstellen profitierten haben. Über diesen Kanal kamen im Mai immerhin 63.960 Neuwagen auf die Straße (minus 48,2 Prozent). Bei den Vermietern wurden 20.849 Einheiten gezählt (minus 50,8 Prozent). Der größte Rückgang binnen Jahresfriste zeigte sich mit 59 Prozent bei den Eigenzulassungen der Hersteller (10.878 Fahrzeuge).

Interessant ist auch hier der direkte Vergleich zwischen Mai und April 2020. Normalerweise entwerten die saisonalen Unterschiede den Monatsvergleich, doch angesichts der Corona-Pandemie treten diese in den Hintergrund. Treiber des kräftigen Marktaufschwungs von 39,1 Prozent waren laut Dataforce insbesondere die Autovermieter (plus 326,5 Prozent) und der Handel (plus 99,9 Prozent) – vor den privaten Anmeldungen (plus 26,2 Prozent). (AF)

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