Auf leisen Sohlen schlich sich einer der automobilen Dauerbrenner zurück in den Showroom. Der Toyota Corolla verdrängt ab sofort den Auris, der 2006 mit Riesen-Werbe-Tamtam eingeführt wurde und: der damals den Corolla ersetzte. Ab April 2019 lautet das Credo also zurück zu den Wurzeln. Und die Japaner kommen mit einem schicken Schrägheck (Hatchback), dem praktischen Kombi (Touring Sports) und einer klassischen Limousine.
Bis zur B-Säule unterscheiden sich die für den hiesigen Markt interessanten ersten beiden Karosserieformen deutlicher als man zunächst denken mag. Das Schrägheck, das eher für den User-Chooser passt, wirkt dank der flachen Form (25 Millimeter niedriger), den kurzen Überhängen und dem breiteren Heck (plus 30 Millimeter gegenüber dem Auris) wie gemacht fürs Schwimmen im Stadtverkehrsfluss. Der dezente Längenzuwachs auf 4,37 Meter lässt mehr Platz zwischen Vorder- und Hinterachse. Das wird vor allem beim Touring Sports deutlich. Der geht ab der B-Säule eigene Wege, die allerdings dieselbe Richtung haben. Denn er wächst gleich um 55 Millimeter gegenüber dem Auris-Kombi und vergrößert den Radstand um 100 Millimeter. Was den Abstand vom Vordersitz zur Rückenlehne im Fond auf 928 Millimeter anwachsen lässt (plus 48 Millimeter). Kurz gesagt: der gewonnene Platz wird an den richtigen Stellen dazugegeben. So auch beim Kofferraum, der nun beispielsweise voll fahrradtauglich ist. Die Heckklappe im Kombi wurde zehn Millimeter breiter, lässt sich optional per Fußbewegung berührungslos öffnen und eröffnet 598 Liter Stauraum. Legt man die Fondsitze (1:3 zu 2:3) um, werden daraus 1.606 Liter auf einer planen Fläche.
Hybrid ist gefragt
Das Gros der Auris-Käufer wählte die Doppelherz-Variante, das werden die Corolla-Fans wohl ähnlich handhaben, zumal sich die CO2-Werte nach WLTP (1.8: 101 g/km, 2.0: 106) sehr gut in die Car Policy integrieren lassen. Zum überarbeiteten 1,8-Liter-Hybriden mit 122 PS Systemleistung gesellt sich ein 2,0-Liter-Pendant, das nicht nur faktisch mit 180 PS und 190 Newtonmetern (statt 142 Nm im 1.8) den deutschen Kundenwünschen entgegenkommt, sondern es mit angenehmer Laufruhe auch zurückzahlt. Der Gewinn an Spritzigkeit ist hier weniger spürbar, als die Souveränität beim Spiel mit dem Gaspedal, das entscheidet, wann der 80-kW-E-Motor für die Flüsterfahrt übernimmt und wann der hörbare Ottomotor das Kommando an sich reißt. In flinken 7,9 Sekunden kann der Standardspurt absolviert werden.
Was beide Hybride eint, ist das gut austarierte Adaptiv-Fahrwerk (optional), das für agiles und polterfreies Vorankommen verantwortlich ist. Als weitere sinnvolle Ausstattungsdetails erweisen sich für Vielfahrer das tolle Head-up-Display sowie das blendfreie Matrixlicht. Serienmäßig sind die Helferlein wie ACC, Spurhalte-, Fernlicht-, Verkehrszeichenerkennung, Totwinkelwarner und Citybreak bereits an Bord. Als 2,0-Liter-Hybrid in der empfehlenswerten Business Edition legt der Touring Sports ab 26.210 Euro los.
Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer
Corolla Touring Sports 2.0h
R4/1.987 + Synchronmotor 132 kW/180 PS (Systemleistung) 190 Nm 4.400 - 5.200 | Auto. | 8,1 s 180 km/h | WLTP 3,7 S | 106 g/km 4.650 x 1.790 x 1.435 mm 581 - 1.606 LiterWartung: 12 Monate/15.000 kmEffizienz: A+HK | VK | TK: 19 | 24 | 25Garantie: 3 Jahre/100.000 km
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