Gefahr Straßenverkehr: Viele schwere Unfallfolgen vermeidbar

19.06.2026 13:45 Uhr | Lesezeit: 2 min
Fahrradunfall
Radfahrer erleiden überdurchschnittlich häufig Kopfverletzungen. Einen effektiven Schutz bietet der Fahrradhelm.
© Foto: SP-X / Mario Hommen

Jeder zweite Schwerverletzte in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr. Mit oft schwerwiegenden Folgen. Dabei ließen sich viele Verletzungen vermeiden oder abmildern.

Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit hin. Besonders häufig betroffen sind Kopf, Brustkorb sowie Arme und Beine. Während Kopf- und Brustverletzungen oft lebensbedrohlich sind, können schwere Verletzungen der Extremitäten langfristige Einschränkungen von Mobilität und Lebensqualität nach sich ziehen.

Nach Daten des TraumaRegister DGU unterscheiden sich die Verletzungsmuster je nach Verkehrsmittel. Radfahrer erleiden überdurchschnittlich häufig Kopfverletzungen, Motorradfahrer Verletzungen an Brustkorb, Armen und Becken. Als besonders gefährdet gelten ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Fußgänger.

Die Fachgesellschaft fordert daher neben einer besseren Verkehrsinfrastruktur auch die konsequente Nutzung vorhandener Schutzmaßnahmen. Dazu zählen Helme auf Fahrrad und E-Scooter, Schutzkleidung auf dem Motorrad sowie Sicherheitsgurte im Auto. Zudem sollen moderne Fahrerassistenzsysteme und automatische Notrufsysteme stärker dazu beitragen, die Folgen schwerer Unfälle zu reduzieren.

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