Infotainment: Internet im Auto immer beliebter

21.03.2011 10:00 Uhr
Einige Autobauer bieten Internetdienste bereits an. Bei BMW heißen die Anwendungen "BMWOnline".
© Foto: asp

Jeder vierte Bundesbürger möchte einen Internetzugang im Auto. Dies teilt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Freitag (18. März) mit. Im Auftrag des Verbands befragte das Meinungsforschungsinstitut Aris deutschlandweit 1.001 Personen ab 14 Jahren per Telefon. Besonders deutlich ist dieser Wunsch erwartungsgemäß bei den jüngeren Autofahrern ausgeprägt, hieß es in der Mitteilung: 40 Prozent der unter 30-Jährigen wünschen sich, von unterwegs aus im Internet zu surfen. Aber auch jeder Dritte in der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren würde Online-Dienste gern im Fahrzeug nutzen. Senioren über 65 Jahren interessieren sich jedoch überhaupt nicht dafür. Das mögliche Spektrum im Auto nutzbarer Internetanwendungen reicht dabei u.a. von einer lokalen Suche nach Hotels, Restaurants oder Museen in Standortnähe über ständig aktualisierte Navigations- und Verkehrsdaten bis zur "Car-to-Infrastructure"- bzw. "Car-to-Car"-Kommunikation. Dabei können entweder Fahrzeuge untereinander oder über einen externen Server sicherheitsrelevante Informationen, etwa ein plötzliches Stauende oder ein nahendes Einsatzfahrzeug, austauschen. Wichtiges Thema bei vielen Herstellern Viele Unternehmen arbeiten derzeit daran, Internetverbindungen ins Auto zum Standard zu machen. Neben den Navigationsgeräteherstellern, die so genannte Echtzeit- bzw. Livedienste offerieren, bieten auch einige Autobauer Online-Informations- und Unterhaltungsangebote bereits insbesondere in höherklassigen Baureihen an: Bei Daimler heißt die Technologie beispielsweise "MyCommand", Audi bezeichnet sie als "Audi connect" und in München tragen die Dienste den Namen "BMWOnline". Doch auch Volkswagen ("Connected World") und Ford ("Sync") wollen nicht zurückstehen und entwickelten eigene Lösungen. Wann die Dienste allerdings in Volumenmodellen angeboten werden, ist derzeit noch unsicher. Der Automobilzulieferer Continental kooperiert auf diesem Gebiet bereits mit der Deutschen Telekom (wir berichteten). Auf der Cebit 2010 stellten die Hannoveraner das System "AutoLinQ" für die Klein- und Mittelwagenklasse vor. (msh)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.