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Klarheit mit KI

Marcus Hennecke betreut die deutschen ClearQuote-Kunden.
© Foto: Clearquote, Hennecke

Daten und KI sind das Paar der Zukunft - möchte man meinen. Auch beim Thema Schadenerfassung spielt dies eine Rolle und bringt mit "ClearQuote" einen indischen Anbieter nach Deutschland.


Datum:
02.11.2021
Autor:
rs
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Schnelldrehende Fahrzeuge mit wechselnden Nutzern sind durchaus anfällig für Schäden. Aus Fuhrparksicht geht es hier um die Dokumentation des Gefahrenübergangs und die Ermittlung, welcher Fahrer einen Schaden verursacht hat.

Hier schnell den Überblick zu behalten, zählt zu den Aufgaben von "ClearQuote". Das aus Indien stammende Produkt ist seit zwei Jahren am Markt und liefert laut eigenen Angaben unter anderem für Suzuki in Indien bereits 500.000 Schadensermittlungen - pro Monat. Mit den Ablegern von der Allianz und der Generali Versicherung auf dem Subkontinent arbeitet man ebenfalls zusammen. Weitere Kunden aus der Vermietung sind in Saudi-Arabien, Australien und Neuseeland zu finden. Und seit Kurzem gibt es auch in Spanien Nutzer der Schadenerkennungs-und Kalkulations-App, nämlich die Fahrer eines Transportdienstleisters von Amazon.

Die KI-basierte Software läuft auf dem Smartphone oder dem Tablet. Nimmt ein Fahrer ein neues Fahrzeug entgegen, geht er vor der Fahrt einmal ums Auto. Das Handy oder Tablet macht dabei automatisch zehn bis 15 Aufnahmen von allen Seiten. Sollte eine Einstellung fehlen, wird der Nutzer daran erinnert, diese nachzuliefern. Man könnte natürlich auch gleich die Video-Funktion nutzen, wie es einige Werkstätten als Service anbieten, um dem Flottenleiter remote den Zustand des Fahrzeugs anzuzeigen. Da aber einzelne Fotos leichter, weil datensparsamer hochzuladen sind, wählen die meisten Kunden diese Möglichkeit.

Nach gut einer Minute werden die Schäden auf den Fotos per farbiger Umrandung sichtbar gemacht. Zudem werden die aktuellen Bilder mit Bildern desselben Fahrzeugs bei einer vorherigen Inspektion automatisch verglichen. So wird geprüft, ob in der Zwischenzeit neue Schäden aufgetreten sind. Wer möchte, kann durch die Integration mit der Datenbank von GT Motive eine detaillierte Kostenkalkulation erhalten.

Kosten-Kalkulation, aber auch Dokumentierung

Das KI-System zum Erkennen von Schäden wurde erst mit Daten aus Asien gefüttert, danach mit den europäischen. Durch Anwendung bei den Kunden lernt das System ständig dazu. Fahrzeuge werden von der KI in drei Grundtypen eingeteilt, wie uns der CEO Venkat Sreeram im Video-Gespräch erklärt: "Es gibt Transporter, Pick-up und sonstige Formen, worunter Limousine, Kombi oder SUV fallen. Innerhalb dieser Typen funktioniert die KI dann unabhängig von Marke und Modell. 80 Prozent aller gängigen Modelle bilden wir so weltweit ab", verspricht der CEO.

Auch wenn hierzulande selten Pick-ups zum Portfolio zählen, könnte die Datenbank auch zu hiesigen Flotten passen. Im deutschen Markt ist Marcus Hennecke für "ClearQuote" aktiv. Auch er weiß natürlich, dass ein Schaden in Indien etwas anderes ist als hierzulande. "Während in Indien Schäden ab zehn Zentimetern erst eine Rolle spielen, müssen wir natürlich auch kleine Schrammen und Dellen von ein bis zwei Zentimetern detektieren können. Und auch das kann das System zuverlässig", betont Hennecke. Damit die Verarbeitung der Bilder schnell geht und auch der Datenschutz gewährt bleibt, stehen die Server laut Hennecke in Deutschland. Nach einer Schulung von gut zwei Stunden soll das System stabil laufen.

Hennecke ist zudem zuversichtlich:"Wir führen aktuell Gespräche sowohl mit Flotten mit schnelldrehenden Fahrzeugen zum Thema Gefahrenübergang als auch mit Sachverständigenorganisationen und Anbietern aus dem Autohandel sowie dem Remarketing. Das Anwendungsspektrum ist sehr breit."

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