Neues Förderprogramm für Wasserstoff

14.03.2006 13:51 Uhr
BMW an Wasserstofftankstelle
Noch rollen nur BMW-Prototypen an die Berliner H-Zapfsäule.

Bundesverkehrsminister verspricht 500 Millionen Euro zusätzliche Mittel / BMW kündigt erstes Serienmodell an

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat heute bei der Eröffnung einer zweiten Wasserstofftankstelle in Berlin ein neues Förderprogramm für die Erforschung der Wasserstofftechnologie für Autos angekündigt. In den nächsten zehn Jahren sollen zusätzlich 500 Mio. Euro bereitgestellt werden. "Als Kraftstoff im Verkehr hat die Wasserstoff-Technologie den längsten Weg noch vor sich. Wasserstoff muss verlässlich, verbraucherfreundlich und kosteneffizient sein", sagte Tiefensee. Die in eine neu errichtete konventionelle Total-Tankstelle integrierte Wasserstoffanlage in Berlin-Spandau bildet eine Basis für den emissionsfreien Personennahverkehr in der Hauptstadt. Neben Pkws können hier auch Wasserstoff-Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit flüssigem (LH2) oder gasförmigem (CGH2) Wasserstoff betankt werden. Die BVG kündigte an, bis zum kommenden Jahr 14 mit Wasserstoff angetriebene Linienbusse anzuschaffen und in Betrieb zu nehmen. Die erste Berliner Wasserstoff-Tankstelle von Aral am Messedamm ist spezialisiert auf Betankung und Service von Wasserstoff-Pkw. Mit ihrer Eröffnung im November 2004 startete das Demonstrationsprojekt Clean Energy Partnership (CEP). Die CEP ist ein internationaler Zusammenschluss der Unternehmen Aral, BMW, BVG, DaimlerChrysler, Ford und GM/Opel, mit dem Wasserstoff technologisch erschlossen und auf Alltagstauglichkeit und Systemfähigkeit hin erprobt werden soll. Sie ist zunächst bis Dezember 2007 angelegt. Danach sollen Erfahrungen von Kunden, Technikern und Betreibern ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Unterdessen hat BMW den Marktstart eines Wasserstoff-Autos innerhalb der nächsten zwei Jahre angekündigt. Ein Sprecher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-afx, dass der 7er innerhalb dieses Zeitraums als bivalent (Flüssigwasserstoff und Benzin) angetriebenes Modell in Kleinserie mit einem Absatzpotenzial in "dreistelliger Größenordnung" angeboten werden soll. (ng)

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