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Politiker-Dienstwagen: Umweltministerin fährt nicht klimafreundlich

Die Langversion des 7ers ist auch bei Politikern beliebt.
© Foto: BMW

Alle Jahre wieder listet die Deutsche Umwelthilfe die Dienstwagen der Spitzenpolitiker auf und vergibt gute Noten für besonders sparsame Fahrzeuge. In diesem Jahr waren Diesel erstmals nicht mehr grün genug.

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Die deutsche Umweltministerin ist im Dienstwagen nicht gerade klimafreundlich unterwegs: Von den Bundesministern nutzt Barbara Hendricks das Auto mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Den letzten Platz im diesjährigen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe teilt sie sich mit zwei SPD-Parteikollegen, Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig.

Vor einem Jahr hatte Hendricks noch den ersten Platz belegt - ihr neues Auto stößt aber mehr CO2 aus, zudem haben viele Kollegen sich sparsamere Wagen zugelegt. Die Umweltministerin werde bald einen anderen Dienstwagen anschaffen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Wahrscheinlich werde es ein Hybridauto - also ein Auto mit Elektro- und Benzinmotor.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der von Umweltschützern selten Lob hört, steht dagegen ganz gut da: Der CSU-Politiker wird im Wagen mit dem zweitgeringsten CO2-Ausstoß gefahren, nur Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) ist noch sparsamer unterwegs. Für Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel (SPD) gibt es keine Angaben, da sein Dienstwagen besonders gesichert ist. Auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt es deswegen keine Auskunft. Wenn ein Politiker mehrere Autos nutzt, schaut sich die Umwelthilfe nur das mit dem höchsten CO2-Ausstoß an.

Bei den Regierungschefs der Länder steht Bremen mit Carsten Sieling und 102 g CO2/km (Mercedes E220d) auf Platz eins, in Nordrhein-Westfalen ist Hannelore Kraft mit 268 Gramm am andere Ende dabei. Und Horst Seehofer hat die Auskunft verweigert. Beim Ranking nach Parteien nehmen die Spitzenpolitiker der Grünen erwartungsgemäß den ersten Platz ein (124 Gramm) und liegen damit sogar unter dem Durchschnittsverbrauch der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland. Es folgen Die Linke (138), SPD (147) und CDU (155) vor der CSU (162).

Ranking erstmals ohne Diesel-Limousinen

Der Diesel-Pkw ist kein Kandidat für das Siegerpodest mehr. Nach den Abgasmanipulationen an Diesel-Pkw sieht der Verein beim Selbstzünder das Vertrauen gestört und hat im diesjährigen Dienstwagen-Check sämtliche Diesel-Limousinen zwar aufgelistet, aber von der Bewertung mit "grünen Karten" ausgenommen. Grün hat die DUH bisher für Fahrzeuge vergeben, deren CO2-Ausstoß unter 130 Gramm/km liegt, in diesem Jahr wurde auf dem Weg zum Reduktionsziel von 95 Gramm in 2020 die grüne Latte bereits bei 124 Gramm gelegt.

Insgesamt konnten von den 231 befragten Politikern lediglich acht eine grüne Karte einfahren, allesamt Benzin-Hybrid-Pkw mit weniger als 124 Gramm CO2/km, die alle auf Landesebene genutzt werden. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sieht dennoch positive Zeichen: Beziehe man die genutzten Diesel-Pkw mit ein, gebe es keine negativen Ausschläge mehr. (dpa/sp-x)

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