suchen
Ausgabe 01/02/2019

Saubere Ottos

1180px 664px

© AUTOFLOTTE

Nissan ersetzt die Qashqai-Benziner durch sauberere 1.3er Turbos. Zwei Leistungsstufen inklusive einer Doppelkupplungs-Version sorgen für Vortrieb. Ein neues Infotainmentsystem gibt's obendrein.

Der Nissan Qashqai zählt zwar zu den beliebtesten Kompaktklasse-SUV, zu den saubersten gehörte der Japaner bislang aber nicht. Und weil die beiden bisher angebotenen Benziner nur die Euro-6b- Abgasnorm erfüllten, durften sie seit September 2018 nicht mehr neu zugelassen werden. Abhilfe schafft ein partikelgefilterter 1,3-Liter-Turbo nach Euro 6d-Temp; ein neuer Diesel ist ebenfalls zu haben. Mit dem gemeinschaftlich von Renault-Nissan und Daimler entwickelten Vierzylinder-Benziner steigt die Leistung des Basis-Benziners von 115 auf 140 PS. Kostenpunkt: 17.941 Euro. Darüber rangiert die 159-PS-Variante. Mehr PS und Zwang-Uplift bei der Ausstattung kosten jedoch 5.391 Euro extra; macht 23.332 Euro.

19 PS für 5.400 Euro

Ob sich der Aufpreis für 19 PS lohnt? Der Drehmoment-Unterschied ist gering (von 240 auf 260 respektive 270 Nm). Wirklich spritziger fühlt sich der 159-PS-Motor nicht an. Zwar hakt er den Standardsprint in 8,9 Sekunden und damit über anderthalb Sekunden schneller ab als die schwächere Variante, und läuft 200 statt 193 km/h - im Alltag ist das aber kaum zu spüren. Anders als das Turboloch, das beim stärkeren bis 2.000 Umdrehungen anhält; beim 140-PS-ler gibt's Schub ab 1.600 Touren. Identisch sind beide Versionen des unter anderem im Renault Scénic und in der Mercedes A-Klasse eingebauten Benziners in Sachen Geräusch und Verbrauch. Leise sind beide, und hier wie da gibt Nissan einen Durst von bis zu 5,7 Litern im Schnitt an. Eine Sieben vor dem Komma sollte bei ruhiger Fahrweise also eingeplant werden.

Zwei gute Argumente allerdings gibt es, die für die Stark-Version sprechen. Zum einen darf er 200 Kilogramm mehr an den Haken nehmen (1,5 Tonnen). Zum anderen ist ihm das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe vorbehalten. Mit 1.668 Euro Aufpreis fair eingepreist gibt's den nicht besonders sportlich ausgelegten Automat. Insgesamt passt dieser aber wunderbar zum recht unaufgeregten Charakter des Qashqai, der sich auch in Fahrwerks- und Lenkabstimmung widerspiegelt.

Neues Infotainmentesystem

Die Japaner nutzen die Chance, um auch das Infotainmentsystem aufzufrischen. Apple Car Play und Android Auto ergänzen das fest eingebaute Navi (516 Euro, ab dritter Ausstattungslinie Serie). Das kann ab sofort Echtzeit-Verkehrsdaten, Online-Updates und kommuniziert mit einer Handy-App für Zusatzfunktionen.

Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer

Autoflotte-Tipp

Nissan Qashqai AcentaPreise: 25.000 EuroR4/1.332 cm³ | 117 kW/159 PS 270 Nm/1.750 U/min | 7-G-DKG 9,9 s | 200 km/h | 5,4 - 5,8 S 122 - 131g/km 4.394 x 1.806 x 1.625 mm 430 -1.598 LiterWartung: 12 Monate/30.000 kmEffiz./Emission: B-A/ Euro 6d-TempHK | TK | VK: 14 | 23 | 21Garantie: 3 Jahre/100.000 km

DIG-T

Direct Injection Gasoline-Turbo heisst die Abkürzung, die bei Nissan für Kraft aus dem Keller steht - zumindest theoretisch. Ein Benzin-Partikelfilter macht den neuen Ottomotor Euro 6d-Temp sauber.

360px 106px



Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2019 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Gaffer

Länder wollen härtere Strafen

Es ist eine makabre Jagd nach dem schrecklichsten Bild. Wer Fotos von toten Unfallopfern macht, kann derzeit oft nicht bestraft werden. Die Länder machen Druck auf...


img
E-Tretroller

Bundesrat stimmt für Zulassung

In einigen internationalen Metropolen sind die kleinen Flitzer mit Elektromotor schon unterwegs. Bald soll es auch in deutschen Städten so weit sein. Die Länder...


img
Studie

Tankstellen könnten sich zu Umsteigeplätzen entwickeln

Einmal volltanken und noch etwas im Shop einkaufen - so nutzen viele Autofahrer die Tankstelle. Das könnte sich in den nächsten 20 Jahren wandeln - das legt zumindest...


img
Honda e

Kurz und knackig

Den passenden Namen zu finden, kostet viel Mühe, gerade in der Autobranche. Man kann es sich aber auch einfach machen – so wie Honda bei seinem kleinen Elektroauto.


img
AFB

Fahraktiver Verbandsevent

In der vergangenen Woche konnten die AFB-Mitglieder im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens zehn neue Opel-Modelle auf Herz und Nieren testen.