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E-Autobauer setzt auf Crowdfunding

Sono Motors verfehlt 50-Millionen-Euro-Ziel

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Ob der Sion jemals ausgeliefert wird, ist derzeit mehr als fraglich.
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Geht dem Elektroautobauer bald das Geld aus? Eine Crowdfunding-Aktion sollte bis Ende Dezember 50 Millionen Euro einbringen. Das Ziel wurde nicht erreicht, die Kampagne nun bis 20. Januar verlängert.

2016 als verheißungsvolles Start-up gegründet, sucht der Münchner Elektroautohersteller Sono Motors aktuell nach frischem Kapital. Nach Medienberichten scheiterten Ende vergangenen Jahres die Verhandlungen mit finanzstarken Investoren. Einzig verbliebene Möglichkeit: Crowdfunding.

So startete Sono Motors Anfang Dezember eine der größten Community-Funding-Kampagnen Europas, die zu Jahresbeginn bis zum 20. Januar 2020 ausgedehnt wurde. In einer zweitägigen Abstimmung unter den Reservierern des E-Modells Sion entschieden sich laut Hersteller knapp 94 Prozent der Unterstützer für die Verlängerung der Kampagne über den 30. Dezember 2019 hinaus.

Bis zu diesem Zeitpunkt seien in knapp vier Wochen 32,5 Millionen Euro in die erste Community-Funding Initiative dieser Art geflossen, teilte das Unternehmen mit. Davon entfielen 28 Prozent auf Neu-Reservierungen und rund 68 Prozent auf 4.056 Unterstützer, die ihre bereits bestehende Reservierung aufgestockt hätten. Davon hätten 746 Unterstützer bereits den vollen Preis des Sion angezahlt. Das ursprüngliche Kampagnenziel von 50 Millionen Euro werde beibehalten.

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Das frische Geld soll vor allem in Produktionsanlagen und Serien-Prototypen des ersten Solar Electric Vehicle (SEV), Sion, fließen. Die breit angelegte öffentliche Kampagne folgt auf eine strategische Neuausrichtung in der Unternehmensfinanzierung. Abseits klassischer Finanzierungsrunden sollen den Angaben zufolge die nachhaltige Umsetzung der Unternehmensvision, der uneingeschränkte Fokus auf die Ziele von Sono Motors sowie die Produktion und Auslieferung des Sion sichergestellt werden. Auch die Anschlussfinanzierung soll durch die wachsende Community getragen und um nachhaltige Investoren, die das Wertesystem und die Vision des Unternehmens teilen und unterstützen, ergänzt werden

Hintergrund: Medienberichten zufolge scheiterten die Verhandlungen zwischen Sono Motors und Finanzinvestoren unter anderem wegen der strategischen Ausrichtung. So prangerte Sono-Geschäftsführer Laurin Hahn Anfang Dezember auf dem Portal gruenderszene.de an, dass sich aggressives Wachstum und schnelle Profite kaum mit einem nachhaltigen Unternehmens- und Fahrzeugkonzept vereinbaren ließen.

Der mit Solarzellen bestückte Sion war ursprünglich für 2019 angekündigt worden. Basispreis zuletzt: knapp 26.000 Euro. Anfang Dezember gab der E-Autobauer bekannt, dass sich die Auslieferung der erste Fahrzeuge auf Ende 2021 verschieben werde. (ah)

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