suchen
Hyundai Tucson N-Line

Topmodell im Trainingsanzug

10
1180px 664px
Mehr Leistung erhält die N-Line-Version nicht - es geht laut Hyundai mehr um Individualität als reinrassige Sportlichkeit.
©

Sport-Ausstattungen liegen im Trend und sind längst auch in der naturgemäß eher schwerfälligen SUV-Liga angekommen. So bietet Hyundai ab Mai den Tucson auch in einer N-Line-Version an.

Von Michael Gebhardt/SP-X

VW macht es, Opel macht es, Audi macht es, Toyota macht es – fast alle Hersteller haben in der letzten Zeit ihr Angebot an sportlich angehauchten Ausstattungen deutlich ausgeweitet. Egal ob R-, OPC-, S- oder GR-Line, ein bisschen mehr optische Dynamik tut den meisten Modellen gut. Mit dem Hyundai Tucscon (ab 29.033 Euro netto) schmückt sich nun ab Mai das erste SUV der koreanischen Marke mit den Sportabzeichen, nach dem Kompakten i30 ist er der zwei N-Line-Hyundai überhaupt. Die Produktplaner gehen davon aus, dass rund 15 Prozent der Tucson-Käufer ihr Kreuzchen bei der N-Line machen.

Der Trainingsanzug ist so simpel wie wirkungsvoll und steht dem 1,66-Meter-Hochbeiner richtig gut: Ein neuer Kühlergrill, geänderte Front- und Heckschürzen, wuchtige 19-Zöller, neue Tagfahrlichter, weniger Chrom, dafür mehr dunkle Dekor-Elemente und natürlich das prominente Doppel-Endrohr machen den Tucson N-Line markanter. Dass die Performance-Ausstattung in der Regel nicht mit einem Leistungsplus einhergeht, sei zweitrangig, betont Hyundai-Designer Thomas Bürkle. "Den Kunden geht es mehr um Individualität als um reinrassige Sportlichkeit."

Bildergalerie

Innen gibt es ebenfalls ein paar abgedunkelte Ziereinlagen, am auffälligsten sind aber die roten Ziernähte an den schwarzen Leder-Stoff-Sitzen. Letztere sind allerdings genauso weich gepolstert wie das Standard-Gestühl. Das N-Line-Modell fährt serienmäßig mit Edelstahl-Pedalerie vor, ansonsten aber bleibt es bei der übersichtlichen, unaufgeregten Inneneinrichtung des Standard-Tucsons.

Auf ein Sportfahrwerk, das den Tucson näher an die Erde rückt, verzichten die Koreaner. Dafür gibt es zumindest eine überarbeitete Abstimmung: Die Dämpfer sollen etwas straffer sein, die Lenkung ein bisschen direkter – das allerdings nur,  wenn man sich für eine der beiden stärkeren Antriebsvarianten entscheidet: für den 1,6-Liter-Turbo-Benziner mit 130 kW / 177 PS oder den 136 kW / 185 PS starken 2,0-Liter-Diesel. Letzterer kommt immer mit Allradantrieb, beim Benziner haben die Kunden die Wahl. Serienmäßig fahren beide mit 6-Gang-Schaltgetriebe vor, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für den Benziner oder Achtgang-Wandler beim Diesel können extra bestellt werden. Die Netto-Preise beginnen bei 29.033 Euro für den 1.6 T-GDI als 2WD-Handschalter, der Selbstzünder mit Automatik kostet 36.134 Euro. Basis für die N-Line-Version ist die Style-Ausstattung.

Diesel mit 48-Volt-Unterstützung und Riemenstartergenerator

Als dritte Antriebsoption steht ab Sommer – ohne die gestrafften Dämpfer – ein neuer 1,6-Liter-Diesel bereit, der dann auch in den anderen Ausstattungen bestellt werden kann. Wie der große Selbstzünder setzt auch der 1.6er auf 48-Volt-Unterstützung und Riemenstartergenerator, der beim Gasgeben ein wenig Elektro-Schub beisteuert und beim Rollen und Bremsen Energie zurückgewinnt. Verbrauchswerte liefert Hyundai noch keine, dass das System effektiv arbeitet, sieht man jedoch bei Kia: Dort ist der 48-Volt-Diesel im Kia Sportage bereits im Einsatz. Was der 1.6er-Diesel im Tucson kostet, sagt Hyundai noch nicht.

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema SUV:

Modellplaner



Fotos & Videos zum Thema SUV

img

VW Touareg R

img

Audi RS Q3 2020 (Fahrbericht)

img

Kia Sorento (2021)

img

Alpine A110 SportsX

img

Seat Leon (2021)

img

Genesis GV80


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Diesel-Deal zwischen VW und Verbraucherschützern

Zwischen 1.350 und 6.257 Euro Entschädigung

Vor fast fünf Jahren flog der Dieselskandal bei Volkswagen auf. Jetzt sollen Hunderttausende Autobesitzer Entschädigungen bekommen. Der Weg dahin war steinig.


img
Mobilitätsbudgets bei Siemens

Heute und in Zukunft

Der letzte Teil des Interviews mit Siemens-Flottenchef Jürgen Freitag und Sixt Mobility Consulting-CEO Christoph von Tschirschnitz behandelt die Themen Mobilitätsbudget...


img
Elektro-Transporter

Post will Streetscooter-Produktion einstellen

Streetscooter wurde einst als Vorzeigeprojekt der E-Mobilität gefeiert. Nun sollen bereits 2020 die letzten Fahrzeuge vom Band laufen.


img
Coronavirus greift um sich

Genfer Autosalon abgesagt

Das Coronavirus zieht weiter seine Kreise. Nun haben die Veranstalter des Genfer Autosalons die Reißleine gezogen und die Messe gecancelt.


img
Citroën Ami

Kleiner Freund

Vor einem Jahr noch als vielbeachtete Studie zur Schau gestellt, zeigt Citroën nun die Serienversion des Ami. Der 8-PS-Stadtflitzer soll vor allem eins sein: optimal...